Digitale Panoramabilder
In den letzten 14 Kapiteln haben wir die digitale Bildbearbeitung von den Grundlagen bis zur Komposition digitaler Bilder erörtert. In diesem Kapitel stelle ich Ihnen zuerst fertige digitale Arbeiten vor und anschliessend erhalten Sie eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung mit nützlichen Tipps.
In den letzten 14 Kapiteln haben wir die digitale Bildbearbeitung von den Grundlagen bis zur Komposition digitaler Bilder erörtert. Die digitale Bildbearbeitung beginnt mit dem einfachen Entfernen von nicht gewünschten Teilen bis zum Einfügen von imaginären oder nicht vorhandenen Elementen in das Bild, wobei verschiedene Ebenen und Kanäle mit grenzenlosen Möglichkeiten zur Verfügung stehen.
Die digitale Bildbearbeitung kann je nach Ihren Wünschen und Fähigkeiten einfach oder schwierig sein. In diesem Kapitel stelle ich Ihnen zuerst fertige digitale Arbeiten vor und anschliessend erhalten Sie eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung mit nützlichen Tipps.
■ Text und Foto von Sim Hyun-Jun (Vorsitzender von studioSUM, Dozent für Fotografie und Kunst an der SunChon National University)

▲Jusangbokhap-Park, Jin Myung

▲Panoramabild einer Landschaft
Panoramabilder sind spezielle breitformatige Aufnahmen. Vor Einführung der Digitalkamera wurden Panaorambilder, die vor allem für Aufnahmen weiter Landschaften verwendet werden und ganz und gar nicht einfach auf 3:2 oder 4:3 Filmen zu erfassen sind, mit speziellen Panoramakameras fotografiert. Die meisten Panoramakameras waren sehr teuer und schwer erhältlich, sofern Sie kein Berufsfotograf mit Spezialisierung in Panoramabildern waren. (Selbst heute sind Panoramakameras noch sehr teuer.) Für ein Panoramabild musste man eine 5x4 Kamera mit einer 12x6 Halterung und einem 120 mm Film verwenden, oder einfach mit einem 5x4 Film mit Weitwinkel fotografieren und den oberen und unteren Rand abschneiden, um einen Panoramaeffekt zu erzielen.

▲Digitales Panorama - Sim, Hyun Jun
Mit der weiten Verbreitung digitaler Fotografie wurden Panoramabilder mit Digitalkamera und grundlegenden Photoshop-Kenntnissen immer einfacher. Natürlich kann man immer ein Weitwinkelobjektiv vor eine Digitalkamera mit hoher Pixelzahl setzen, ein Weitwinkelfoto schießen und anschließend den oberen und unteren Rand abschneiden. Wenn Sie aber kein Weitwinkelobjektiv oder eine Kamera mit hoher Pixelauflösung besitzen, können Sie immer noch mehrere Fotos hintereinander setzen und so ein Panoramabild erstellen. Dies wird als Zusammenfügen bezeichnet. Photoshop hat eine Funktion die sich "Photomerge" nennt und automatisch mehrere Fotos zusammenfügt, was zum Erstellen von Panoramabildern sehr nützlich ist.

▲Foto A: Panoramabild der Cheongdam-Brücke
Foto A zeigt ein Panoramabild der Cheongdam-Brücke. Heutzutage sind die Brücken über den Han alle gut beleuchtet und eignen sich hervorragend für Nachtaufnahmen. Vor kurzem wurden an beiden Enden der Banpo-Brücke Springbrunnen aufgestellt, was wunderschön aussieht.

▲Foto B: Die Originalfotos
Durch Zusammenfügen dieser 3 Originalbilder von Foto B wurde das Panoramabild erstellt. Diese Fotos wurden mit einem 17–35 mm Objektiv im Verhältnis 1.5:1 aufgenommen und zugeschnitten. ISO 100, Blende F11 und Verschlusszeit 15 s. Ich hätte auch zwei Querformatfotos verwenden können, aber die maximale Breite betrug aufgrund des Zuschnitts ca. 25 mm (von einer Kamera mit 35 mm Film), selbst mit einem 17–35 mm Weitwinkelobjektiv mit Zoom, sodass es schwierig war, die Gebäude auf der anderen Seite der Brücke mit auf das Foto zu bekommen. Ich wollte auch ein Foto mit höherer Auflösung. Drei Porträtfotos erzielten mit Sicherheit eine höhere Auflösung als zwei Querformatfotos.

▲Originalfotos in einem großformatigen Dokument
Zum Erstellen von Panoramabildern aus mehreren Bildern sind ein paar Dinge zu beachten: Zuerst ist ein geeignetes Stativ mit Kopf erforderlich. Die Bilder, die zusammengefügt werden sollen, müssen dieselbe Objektivachse haben, das heisst, ihre Mittelpunkte müssen identisch und absolut ohne Verwacklung sein. Kurz ausgedrückt, Sie brauchen ein stabiles Stativ, das weich und genau geschwenkt werden kann.
Insbesondere bei Nachtaufnahmen wie Foto A, das mit einer hohen Blende aufgenommen wurde, könnte die kleinste Instabilität dramatische Auswirkungen auf die Bildqualität haben.
Der zweite Punkt, der zu beachten ist, ist der Abstand zwischen den einzelnen Fotos.
Um Fotos wirkungsvoll zusammenfügen zu können, muss ein gewisser Teil mit dem nächsten Foto überlappen. Dies kann abhängig von Ihrem verwendeten Objektiv sein, aber allgemein wird empfohlen, die einzelnen Fotos mit einem Überhang von 15 bis 20 % aufzunehmen. Darüber hinaus sollte ein Objektiv ohne Verzerrung zu den Rändern verwendet werden. Ich würde ein normales Objektiv oder ein Telefotoobjektiv empfehlen. Wenn Sie ein Weitwinkelobjektiv verwenden, werden die Ränder des Bildes stark verzerrt sein, wobei diese Verzerrung der überlappenden Abschnitte zu Problemen beim Zusammenfügen der Fotos führt.

Sie können für ein Panoramabild die einzelnen Bilder entweder in Photoshop manuell zusammenfügen oder das Werkzeug "Photomerge" verwenden, um die Bilder automatisch zusammenzufügen. Zuerst ein Blick auf die manuelle Option. Öffnen Sie das Originalbild in Photoshop, überprüfen Sie die Grösse und erstellen Sie ein Dokument, das grösser als die 3 nebeneinander angeordneten Fotos ist. Ziehen Sie die Originalbilder in das in einem entsprechenden Ordner neu erstellte Dokument. Eine Positionierung der Ebene entsprechend der Bildreihenfolge würde die Dinge ebenfalls vereinfachen. Nachdem Sie die Bilder positioniert haben, ist der nächste Schritt der wichtigste: das Zusammenfügen der Bilder. Auch wenn die Bilder mit überlappenden Abschnitten fotografiert wurden, stimmen diese Abschnitte nicht genau überein. Selbst bei Aufnahmen mit einem Telefotoobjektiv ohne perspektivische Verzerrung werden die Bilder nicht mit absoluter Präzision überlappen. Dies ist vor allem auf die leichte Verzerrung in Richtung Rand durch das Objektiv zurückzuführen.
▼Rasteranzeige


Verwenden Sie zur Anpassung der Bildverzerrung das Werkzeug "Verzerrunssfilter" im Menü "Transformieren", sodass die überlappenden Abschnitte passend zusammengefügt werden können. Zur Vereinfachung würde ich vorschlagen, das Raster und die Führungslinie einzublenden, um die horizontalen und vertikalen Raster anzuzeigen. (Ansicht > Einblenden > Raster)
▼Zusammenfügen der Bilder

Nachdem Sie die Fotos zusammengefügt haben, passen Sie die Helligkeit der einzelnen Bilder an. Selbst wenn Sie dieselbe Blende verwendet haben, ergibt sich bei Nachtaufnahmen unweigerlich eine leicht unterschiedliche Blende der einzelnen Aufnahmen. Von daher muss die Blende mit den Werkzeugen "Tonwertkorrektur" und "Gradationskurve" der einzelnen Bilder angepasst werden (wählen Sie ein Foto als Basisblende aus). Wenn Sie die Helligkeit des Bildes anpassen, kann die Anpassung der angrenzenden Abschnitte auch die gegenüberliegenden Abschnitte heller oder dunkler machen.
▼Anpassen der Helligkeit angrenzender Abschnitte

Dies ist ebenfalls auf unzureichendes Licht am Rand des Objektivs zurückzuführen.
Zur Beseitigung wenden Sie eine Maskierung auf die einzelnen Ebenen an und korrigieren die Verzerrung zusammen mit der Helligkeit mit einem Pinsel, indem Sie sorgfältig die überlappenden Bereiche entfernen.

Nachdem Sie die Verzerrung und die Helligkeit angepasst haben, werden Sie feststellen, dass der äussere Bereich des Panoramabildes ungleich ist.
Schneiden Sie das Bild mit dem Werkzeug "Freistellen" auf die gewünschte Grösse. Ein Zuschnitt in ein breiteres Bild hebt die Panoramawirkung hervor.
▼Zuschneiden

Sie sind fast fertig. Bearbeiten Sie die nicht perfekten Bereiche und passen Sie überall die Farbe an. Nachtfotos sind meist bezaubernd, wenn Sie aber vergrössert werden, können Kleinigkeiten wie nicht leuchtende Strassenlampen oder Leuchtreklamen unschön wirken. Dadurch kann das Lichtmuster unterbrochen sein, worauf Sie besonders achten und fehlende Lichter ergänzen sollten. Sehen Sie sich dann das Gesamtbild an und passen Sie die Wasseroberfläche und Gebäude an, die zu dunkel wirken. Abschliessend brennen Sie die Umrandung des Bildes, sodass der Eindruck eines einzigen Fotos entsteht.
▼Teilbearbeitung

▼Brennen der Umrandung

Um ein weiteres Foto zu erstellen, können Sie auch die Farbe konvertieren oder eine andere Grösse zuschneiden.
▼Ein breiter Zuschnitt

▼Schwarz/Weiss-Konvertierung

Bisher haben Sie erfahren, wie Sie Fotos in Photoshop manuell zusammenfügen. Ein qualitativ hochwertiges Ergebnis erfordert hohe Genauigkeit, aber wenn die Bilder nicht zusammenpassen, kann es sehr schwierig werden, die einzelnen Abschnitte zuzuschneiden und zusammenzufügen. In Photoshop gibt es die sogenannte Funktion "Photomerge", mit der Sie Fotos leichter zusammenfügen können.
▼Photomerge

Das Werkzeug "Photomerge" erkennt automatisch den überlappenden Bereich von zwei angrenzenden Bildern und fügt diese mithilfe entsprechender Methoden wie "Auto", "Perspektivisch" oder "Zylindrisch" mit einem weichen Farbton zwischen den beiden angrenzenden Bereichen zusammen.
Das interaktive Layout ermöglicht darüber hinaus eine genauere Korrektur.
Die beste Lösung für ein perfektes Panoramabild ist von daher die Verwendung des Befehls "Photomerge" zum Zusammenfügen der Bilder und eine abschliessende manuelle Korrektur.






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