Tipps für gelungene Porträtfotos
Einsatzgebiet Porträts: Wie Sie ausergewöhnliche Porträtfotos machen und Ihre Models gekonnt in Szene setzen können. Newcomer Fotograf Alexander Bernold zeigt Ihnen wie es mit der Samsung Systemkamera NX200 geht!
Mit Fotoshootings für internationale Fashiondesigner und mit aufwändig inszenierten Portraits von Prominenten in den USA und Europa habe ich mir in den vergangenen Jahren bereits einen Namen in der Szene gemacht. Jetzt schlage ich eine völlig andere Richtung ein und hole mir spektakuläre Naturlandschaften, Architektur, Städte und Menschen vor die Linse. Fünf Wochen lang war ich für Samsung Österreich in Australien und Neuseeland unterwegs. Im Gepäck hatte ich die Samsung NX200 samt hochwertiger Objektive. Ich machte mich mit der brandneuen Systemkamera auf die Suche nach den spannendsten Orten, die der Kontinent zu bieten hat. Meinen Reisebericht finden Sie auf blog.alexanderbernold.com.
Alexander Bernold
Für Portätfotos hatte ich in Australien und Neuseeland die Gelegenheit genutzt um das Samsung 85 mm (f1,4) Objektiv zu testen und kam zu außergewöhnlich guten Ergebnissen.
Im Bereich der Porträtfotografie ist eine flache Schärfeebene am schönsten, dabei sind die Person gestochen scharf während der Hintergrund in einer sanften Unschärfe dargestellt wird. Hier ist es wichtig, mit einer großen, fast offenen Blendeneinstellung zu arbeiten. Bei der Offenblende des 85 mm f1,4 ist die Schärfeebene bereits so flach, dass bei der Fokussierung auf die Augen, die Nasenspitze oder die Ohren bereits unscharf erscheinen. Ich habe daher die Blende auf den Wert 5 gestellt – das ergibt eine gesamte Scharfzeichnung der Person, die sich vom schon sehr unscharfen Hintergrund gut abhebt. Um absolut verwacklungsfreie Bilder zu erhalten, habe ich den ISO-Wert auf 200 gesetzt. Beim Bart des Aborigines sieht man, wie gestochen scharf die Linse abbildet. Ein erheblicher Vorteil bei großen Blenden ist, dass man dadurch bei schlechteren Lichtverhältnissen aus der Hand fotografieren kann, ohne das Bild zu verwackeln, da die Verschlusszeit dementsprechend kurz ist.

NX85 mm, f1,4 (Arbeitsblende 5) bei ISO 200
Die schönsten und natürlichsten Porträts entstehen, wenn man die Kamera ungefähr auf Augenhöhe der Person hält und immer auf die Augen fokussiert, während man anschließend bei halb gedrücktem Auslöser den Ausschnitt wählt, den man gerne hätte. Im Bild angeschnittene Personen wirken etwas dynamischer, als wenn man rund herum noch viel Platz lässt. Ebenso verschwindet dabei mehr störender Hintergrund.

NX85 mm, f1,4 (Arbeitsblende 5) bei ISO 200
Interessante Ergebnisse erhält man durch das Verwenden des Aufsteckblitzes ED-SEF-42A. Beim Fotografieren in Innenräumen kann man diesen indirekt benutzen, um z. B. auf die Decke zu blitzen. Das ergibt dann ein weicheres Licht als beim direkten Blitzen.
Nicht nur das 85 mm (f1,4) eignet sich gut für Porträts, das 60 mm (f2,8) Makro und das 18 - 200 mm (f3,5 - 6,3) Zoomobjektiv sind hier verlässliche Partner. Sogar mit dem 16 mm (f2,4) oder 20 mm (f2,8) gelingen ganz lustige und kreative Porträts, man muss nur sehr nah ans Objekt heran gehen, was aber durch die geringe Naheinstellungsgrenze kein Problem ist. Sehen Sie hier alle Objektive im Überblick.







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