Um all die Möglichkeiten, die ein modernes Smartphone oder ein Tablet bieten, komfortabel nutzen zu können, ist ein schneller, zuverlässiger Internet-Zugang Grundvoraussetzung. Vor allem, wenn es um die Übertragung von Fotos, oder gar von Videos geht. Während in den eigenen vier Wänden heute meist WLAN zur Verfügung steht, über das die mobilen Geräte mit dem kabelgebundenen, schnellen Internet verbunden werden, halten sich die Übertragungsraten draußen meist in Grenzen. Abhilfe soll eine Technologie namens LTE schaffen: Mit ihr sind auch über das Handynetz Übertragungsgeschwindigkeiten möglich, die bisher nur mit schnellen Glasfaserverbindungen erreichbar waren.

LTE steht für „Long Term Evolution“ - oft wird auch von 4G, also dem Handynetz der vierten Generation, gesprochen – bezeichnet eine Übertragungstechnik, mit der theoretisch eine Datenübertragung von bis zu 300 Megabit pro Sekunde erreicht werden kann. In der Praxis werden von den heimischen Mobilfunkbetreibern momentan zwar nur Geschwindigkeiten von bis zu 150 Megabit pro Sekunde angeboten, aber das ist noch immer ein Vielfaches der bisher verfügbaren Bandbreiten. Ein einstündiges Video in voller HD-Qualität kann über LTE in weniger als zehn Minuten aus dem Netz geladen werden, und der Download eines Musikstücks oder eines eBooks ist überhaupt gleich in Sekundenschnelle abgeschlossen.

Je mehr Benutzer in einer Funkzelle surfen, desto langsamer wird die Verbindung – deshalb ist bei allen Angeboten auch immer nur von einer maximalen Übertragungsgeschwindigkeit die Rede. Dennoch sollte die Bandbreite auch in Spitzenzeiten ausreichen, um einen Film in Echtzeit ruckelfrei auf das Handy oder das Tablet zu streamen. Auch bei Videotelefonaten über das Handy ermöglicht LTE eine Qualität, von der man bislang nicht einmal träumen konnte.

Ein wesentliches Argument für LTE sind auch die so genannten Cloud-Services: Immer mehr Benutzer gehen dazu über, ihre selbst aufgenommenen Fotos und Videos direkt von ihrem Smartphone auf eine entsprechende Plattform im Internet hochzuladen, um jederzeit und an jedem Ort Zugriff auf die Daten zu haben, sei es, um sie Freunden und Verwandten zu zeigen, oder um sie der Community zu präsentieren. Aber auch zur Sicherung der Dateien, für den Fall, dass das Handy einmal verloren geht oder beschädigt wird, ist immer stärker die Cloud gefragt. In diesem Fall ist nicht nur ein schneller Download von Bedeutung, sondern auch ein schneller Upload – hier kommt man mit LTE auf bis zu 50 Megabit pro Sekunde, das heißt, auch ein Bild in der allerhöchsten Auflösung ist innerhalb weniger Sekunden in der Cloud gespeichert.

Um die Vorzüge von LTE in der Praxis nutzen zu können, werden neben einem entsprechenden Vertrag mit einem der Handynetzbetreiber natürlich auch entsprechende Endgeräte benötigt, die diese Technologie unterstützen. Samsung bietet in Österreich bereits LTE-Versionen der Smartphones GALAXY SIII und GALAXY S4, des Tablets GALAXY Tab 8.9 sowie des GALAXY Note 10.1 für Endverbraucher an.

Aber nicht nur mobile Geräte können über LTE ins Internet gebracht werden: Über einen Datenstick lässt es sich auch von einem Laptop oder einem PC aus kabellos in Höchstgeschwindigkeit surfen, und mit Hilfe eines entsprechenden Routers kann sogar ein komplettes Heimnetzwerk samt Fernseher, Blu-Ray-Player und Spielkonsole via LTE mit dem Internet verbunden werden.

Momentan wird LTE in Österreich von den großen Netzanbietern nur im dicht besiedelten, städtischen Bereich angeboten, aber noch im Laufe dieses Jahres, wenn die neue Funkfrequenzen vergeben werden, wollen alle die Netzbetreiber unverzüglich mit einem flächendeckenden Ausbau des LTE-Netzes beginnen. Vor allem die Bewohner ländlicher Bereiche werden davon profitieren: In vielen Orten, in denen heute das relativ langsame ADSL über die Telefonleitung noch die einzige Zugangsmöglichkeit zum Internet darstellt, wird man dann genauso schnell surfen können wie in den großen Ballungszentren, die digitale Kluft zwischen Stadt und Land wird dank LTE um ein beachtliches Stück verkleinert.