Spielerisch gegen Mobbing: „Stop The Mob“-App für den Unterricht

20. November 2015

Siegerprojekt des mLearning Wettbewerbs von Samsung gelauncht

Spielerisch gegen Mobbing:  „Stop The Mob“-App für den Unterricht

Wien, 20. November 2015 – Das interaktive Lernspiel „Stop The Mob“ vermittelt Schülerinnen und Schülern, wie sie mit dem richtigen Verhalten auf Mobbingsituationen positiv Einfluss nehmen können. Was als Konzept beim Samsung mLearning Wettbewerb den ersten Platz belegte, soll nun an österreichischen Schulen als digitales Unterrichtsmaterial zum Einsatz kommen. Als Android-App ist „Stop The Mob“ ab sofort kostenlos im Google Play Store verfügbar.

Druckfähige Bilder: http://s.samsung.at/img_stopthemob

Jede und jeder fünfte Jugendliche in Österreich im Alter von 11 bis 15 Jahren hat in den vergangenen zwei Monaten mindestens zweimal Erfahrungen mit Mobbing gemacht – das hat eine Studie der OECD* vom März 2015 ergeben. Damit ist Österreich im europäischen Vergleich trauriger Rekordhalter. Dieser Problematik haben sich Katharina Pölzl, Markus Resch, Katharina Luftensteiner und Katrin Waldhart, allesamt Studierende an der Universität Wien, mit der Idee zu „Stop The Mob“ angenommen.

Das Konzept, das gemeinsam in einer Lehrveranstaltung von Univ. Ass. Mag. Alexander Schmoelz, Bakk. (Universität Wien) und Dr. Christopher Walsh (Torrens University, Australia) erarbeitet wurde, gewann den Hauptpreis beim mLearning Wettbewerb von Samsung. Die Idee wurde von der im Zuge des Projekts von den Studierenden gegründeten Gruppe „Serious Gamers“ mit Unterstützung von Samsung und der Wiener Digitalagentur bitsfabrik als App umgesetzt. Im Rahmen der ENIS (European Network of Innovative Schools) Tagung sowie auf der Game City 2015 wurde das Spiel von Serious Gamers öffentlich präsentiert. Ab sofort ist die für Tablets optimierte Android App kostenlos im Google Play Store verfügbar.

Spielerisch zu Diskussionen
Als Lernspiel, das auf Deutsch und Englisch spielbar ist, soll die App in erster Linie im Unterricht eingesetzt werden. Durch die Mehrsprachigkeit ist das Spiel nicht nur für den fächerübergreifenden Unterricht, sondern auch für den Sprachenunterricht eine Bereicherung. Den Schülerinnen und Schülern werden dabei Mobbing-Szenen, die im Schulalltag vorkommen könnten, gezeigt. Nach jeder Szene stehen mehrere Optionen zur Auswahl, um auf die jeweiligen Situationen zu reagieren. Je nach Entscheidung werden Punkte vergeben oder abgezogen. Im Mittelpunkt steht jedoch nicht der Highscore, sondern das Gespräch über das Erlebte mit der Klasse und der Lehrkraft. „Stop The Mob eignet sich besonders als Unterrichtseinstieg in ein heikles Thema und bietet die Grundlage für neutrale Diskussionen ohne persönlichen Bezug. Erste Testversuche an Schulen zeigen, dass die App die offene Auseinandersetzung mit diesem schweren Thema in Kleingruppen immens fördert“, so Markus Resch.

„Stop the Mob“ wurde als native Android App und speziell auf Tablets abgestimmt umgesetzt, ist aber auch an die Nutzung auf Android Smartphones angepasst. Als Konzept wurde bewusst ein nicht durch viele Animationen überladenes Click & Play gewählt. Neben den vorgegebenen Inhalten des Spiels wurde auch ein Editor umgesetzt, mit dem sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Schülerinnen und Schüler selbst Szenen erstellen, hochladen und für andere Anwenderinnen und Anwender verfügbar machen können. Das Tool bietet also die Möglichkeit, auch auf aktuelle Themen schnell und flexibel einzugehen. Diese Möglichkeit, eigene Inhalte zu erstellen, zu teilen, nachzuspielen und in Gruppendiskussionen zu thematisieren, fördert bei den Schülerinnen und Schülern darüber hinaus Fähigkeiten wie kreatives Schreiben, freies Sprechen und Argumentieren.

Smarter Content für smarte Schulen
„Die App ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie digitale Lernunterlagen heute den klassischen Unterricht unterstützen und ergänzen. Wir arbeiten intensiv daran, die Schule der Zukunft schon heute zu gestalten“, erklärt Stuart Kang, Präsident von Samsung Österreich.

Im Mittelpunkt der digitalen Bildungsinitiativen von Samsung steht die Samsung Smart School. Dabei wurden in den vergangenen beiden Jahren bereits 17 österreichische Schulklassen aller Altersstufen mit eBoards als Tafelersatz sowie Tablets ausgestattet. Gute Hardware aber braucht guten Content in Form von innovativen Lernunterlagen, digitalen Spielen und Lernsoftware – und genau aus diesem Grund hat Samsung den mLearning Wettbewerb ausgerufen. Das Ziel all dieser Bemühungen ist es, Kindern und Jugendlichen frühzeitig Zugang zu Technologien zu ermöglichen, um sie mit den Fertigkeiten auszustatten, die sie später in der digitalisierten Wirtschaft brauchen.

* Skills for Social Progress: The Power of Social and Emotional Skills, OECD Studie 2015.