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«Ich entspreche nicht dem Klischee eines Nerds»

«Ich entspreche nicht dem Klischee eines Nerds»

Von Manuel,  13.05.2016.


Gamepro Mathieu «Maniac» Quiquerez über das Leben als professioneller Zocker.

Der 26-jährige Schweizer Profigamer Mathieu «Maniac» Quiquerez war an der Fantasy Basel zu Gast bei Samsung. Spieler hatten die Möglichkeit im Ego-Shooter «Counter Strike» gegen den Profi anzutreten. An den mit Samsung SSD-Speichern ausgerüsteten Hochleistungscomputern und den Samsung CF591 Curved Monitoren, lieferte sich der «Maniac» Schlachten gegen dutzende Spieler. Zwischendurch nahm er sich Zeit, um uns aus seinem Leben als professioneller Gamer zu erzählen.


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Mathieu, wie bist du professioneller Gamer geworden?

Das war eine Mischung aus Glück und harter Arbeit. Ich habe immer viel Zeit ins Gamen investiert. Ich habe einen ausgeprägten Wettbewerbsinstinkt und wollte immer der Beste sein. Dann wurde Gamen plötzlich zu einer professionellen Disziplin, womit sich echtes Geld verdienen lässt.


Was sind die grössten Herausforderungen als professioneller Gamer?

Es ist eine physische und psychische Belastung. Man muss seine Maus sehr präzise und schnell kontrollieren. Es braucht ein gutes Muskelgedächtnis und schnelle Reflexe. An Wettkämpfen spielst du auf einer Bühne vor tausenden Zuschauern um hunderttausende von Dollar. Da musst du einen kühlen Kopf bewahren und fokussiert bleiben. Nach einem Turnier fühle ich mich meist mental und körperlich erschöpft.


Präzision braucht auch gute Hardware. Du spielst aktuell mit dem neuen Samsung Curved Monitor. Wie ist deine Erfahrung bisher?

Die Leistung des Samsung Curved Monitor ist sehr gut. Die Farben sind toll und ich bin von der Helligkeit und dem Kontrast begeistert. Aktuell spiele ich mit einem 60-Hertz-Monitor. Samsung plant aus dieser Serie auch noch solche, die zwischen 144 und 160 Hertz haben. Darauf freue ich mich sehr, denn die Refreshrate ist für uns Spieler zentral. Umso schneller der Bildschirm, umso besser kann man reagieren.


Mit der Samsung Gear VR hat die Revolution der Virtual Reality begonnen. Wie denkst du wird diese Technologie Videospiele verändern?

Ich glaube es eröffnet eine Vielfalt neuer Möglichkeiten. Die Vorstellung, in Zukunft eine 360°-Perspektive in Spielen zu haben, ist aufregend. Ich bin gespannt, wie sich die Technologie in den nächsten Jahren entwickeln wird.


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Die Mehrheit der Bevölkerung stellt sich professionelle Gamer immer noch als Nerds vor. Ist das ein Klischee?

Zum Teil sicher. Ich habe immer viel gespielt und trotzdem entspreche ich nicht diesem Klischee. Ich habe ein sehr aktives Sozialleben und eine Freundin. Auch Bildung und Sport sind mir wichtig.


Was denkt deine Freundin über deinen Job?

Sie mag Videospiele, denn auch sie ist eine professionelle Gamerin. Videospiele sind wie jeder Aspekt im Leben: Man muss sie unter Kontrolle haben. Wenn man sein Zimmer wegen eines Spiels für fünf Tage nicht mehr verlässt, dann wird es zum Problem. Es braucht Balance. Gerade für professionelle Spieler ist es wichtig, auch anderen Aktivitäten nachzugehen, um sich zu erholen.


Counter Strike spielst du professionell. Gibt es auch Games, die dich entspannen?

Ja. Ich spiele gerne Echtzeit Strategiespiele wie League of Legends und Star Craft. Ich bin in beiden sehr schlecht und verliere ständig. Aber das ist beruhigend, denn ich kann sie ohne Leistungsdruck spielen.


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Was war bisher dein grösster Erfolg?

In Counter Strike haben wir die sogenannten Grand Slam oder Major Tournaments. Diese finden drei Mal im Jahr statt. Es sind die grössten Wettkämpfe mit dem höchsten Preisgeld. Ich schaffte es zwei Mal ins Viertelfinale und zwei Mal ins Halbfinale. Das war ein riesen Erfolg. Mein grösster Erfolg ist aber, dass ich tun kann, was ich liebe und dabei die Welt bereisen darf.


Kannst du vom Gamen leben oder musst du nebenbei noch arbeiten?

Ich spiele hauptberuflich. Es ist aber wie in vielen anderen Sportarten auch: Nur wenn du zu den Besten gehörst, kannst du gut davon leben.


Du trainierst aktuell ein Team. Was bringst du ihnen bei?

Das Team kam zu mir, weil ich als cleverer Spieler gelte und gut mit Menschen auskomme. Sie wollten, dass ich ihr Spiel analysiere und ihnen helfe, ihre Taktiken zu optimieren. Gleichzeitig betreue ich aber auch die Spieler. Ein Team besteht aus fünf Individuen. Es braucht Teamwork und manchmal gibt es Probleme in der Kommunikation und auf der zwischenmenschlichen Ebene.