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Pat: «Snowboard und Gitarre sind meine ständigen Begleiter»

Pat: «Snowboard und Gitarre sind meine ständigen Begleiter»

Von Kaspar,  21.05.2015.


2015 lieferte Pat Burgener mit der Goldmedaille an der Schweizermeisterschaft in der Halfpipe ein fulminantes Comeback. Im Jahr zuvor musste der 20-jährige Snowboard-Crack aus Crans Montana aufgrund einer Knieverletzung ein Jahr lang aussetzen. Die Auszeit vom Sport schaffte Luft für die zweite Leidenschaft des von Samsung geförderten Profiathleten: Die Musik.

Samsung: Lass uns kurz zurückblicken auf das Jahr 2014.

Pat: Gerne. Als ich im Februar mein Knie verletzte, wusste ich, dass ich nun ein ganzes Jahr aussetzen muss. Das ist keine Nachricht, die man als Sportler hören will. Zuerst war ich niedergeschlagen aber dann nutzte ich die Pause, um mich während meiner Genesung voll und ganz der Musik zu widmen.

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Woher kommt deine musikalische Ader?

Meine Begeisterung für die Musik ist nicht neu. Ich komme aus einer musikalischen Familie, lernte seit Kindesbeinen zuerst Gitarre und dann Klavier. Zuvor fehlte mir die Zeit, um Musik und Sport unter einen Hut zu bringen. Meine Verletzung brachte mir Glück im Unglück: Mit Hilfe des Samsung-Förderprogramms «Perspactives» knüpfte ich die richtigen Kontakte, bekam Gesangs-Unterricht und produzierte meine ersten zwei eigenen Songs.

Was haben die Musik und der Profisport gemeinsam?

Mehr als man denkt! Manchmal übst du einen Trick hundert Mal, bevor du ihn stehst und manchmal gelingt er dir beim ersten Versuch. Genauso geht es mir beim Komponieren von Songs. Auch das Feeling vor einem Gig und vor einem Run fühlen sich sehr ähnlich an: Das Lampenfieber und das Adrenalin steigen und dein Herz schlägt schneller. Dann gehst du raus und zeigst deinem Publikum, was du drauf hast. Ein unglaublich tolles Gefühl. Die Musik verzeiht aber definitiv mehr: Wenn dir während eines Konzerts ein kleiner Fehler unterläuft, geht die Welt davon nicht unter aber wenn du während eines Wettkampfs patzt, ist der Tag für dich gelaufen.

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Im Zweifelsfall: Snowboarder oder Sänger?

Musik ist die perfekte Abwechslung zu meinem Leben als Snowboarder. Im Spitzensport ist es wichtig, dass man seinem Körper zwischendurch auch Erholungsphasen gönnt. In der Vergangenheit haben mich solche Unterbrechungen immer enorm gelangweilt. Jetzt nutze ich sie, um meine musikalische Karriere voranzutreiben. So schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe. Umgekehrt ist es für mich lebenswichtig auf die Piste zu gehen und mich zu bewegen. Das inspiriert mich wiederum für neue Songs. Das Schöne ist, dass ich mich nicht für das eine oder das andere entscheiden muss: Mein Snowboard und meine Gitarre sind meine ständigen Begleiter.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?

Meinen Sommer werde ich entweder im Tonstudio oder beim Konditionstraining verbringen. Ziel ist es, dass ich im Juli einen weiteren Song veröffentlichen und hoffentlich noch das ein oder andere Konzert spielen kann. Im November geht dann die Snowboard-Saison wieder los und ich werde als Mitglied des Pro-Teams erneut an Wettkämpfen und an der Weltmeisterschaft teilnehmen.