Training und Ernährung

Name: Gian Simmen
Alter: 37
Geburtsort: Chur
Wohnort: Krattingen am Thurnersee, Schweiz
Snowboarder seit: Februar 1989
Lieblingstricks: Kicker: BS 720 Indy, Pipe BS Air, Powderturn
Hobbys neben dem Snowboarden: Skaten, seine 3 Kinder
Favourite Spot: Laax (CH), Northstar (USA)
Lieblingsessen: Rotes Thai Curry (scharf!)
Seine grössten Erfolge:
Half Pipe-Olympiasieger an den Olympischen Winterspielen 1998
3. Rang Half Pipe Europameisterschaften 1998
1. Rang ISF Weltmeisterschaft Half Pipe 2001 und 2002
1. Rang Schweizermeisterschaft Half Pipe 1996
Heute ist er: Snowboard-Experte beim Schweizer Fernsehen und Projektleiter bei der PR Agentur by the way communications AG

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Wie werde ich besser? Wie kann ich trainieren, wenn ich verletzt bin? Macht es Sinn, auf die Ernährung zu achten? Fragen über Fragen. Gian Simmen ist einer, der es wissen muss. Wir haben den Profi gefragt, wie er es gemacht hat und welche Tipps er auf Lager hat.

Gian, was hast du gemacht, damit du im Snowboarden so gut geworden bist? Gibt es ein Trainingsgeheimnis, das du unserer Community verraten kannst?

Mein Geheimnis ist es, nicht müde zu werden. Ich habe unglaublich viel Energie und ich wollte immer alle Tricks perfekt können. Perfekter als alle anderen. In diesem Sinne wollte ich der Beste sein. Und es ging mir darum, auch meinen eigenen Style zu entwickeln. Der Antrieb zum Üben kam immer von innen heraus. Es war mir einfach wichtig, die Tricks in Perfektion zu beherrschen. Natürlich stand auch der Spass am Snowboarden immer im Vordergrund. Ich glaube, das ist wichtig: Freude zu haben, an dem was man tut und den Willen, es perfekt zu können.

War es auch ein Antrieb, Geld mit dem Snowboarden zu verdienen?

Das hat sich einfach so ergeben. Dadurch, dass ich jeden Trick in Perfektion können wollte, schnitt ich in Wettkämpfen automatisch besser ab und die Leute wurden auf mich aufmerksam. Wenn ich in Videos oder Contests Pro-Fahrer sah, wollte ich dieselben Tricks stehen und übte, bis ich sie konnte. So hat sich das alles ergeben. Ich wurde immer besser und die Sponsoren kamen und mit ihnen das Geld.

Wenn Du nie müde bist: Liegt das an der Ernährung? Muss man da auf etwas achten?

Müssen tut man gar nichts. Aber meine eigene Erfahrung hat mir gezeigt, dass die Ernährung ein wichtiger Faktor ist. Als ich einmal länger in Amerika war, habe ich mich nur von Fast Food ernährt. Bald liess meine Leistung stark nach. Da merkte ich, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung elementar ist. Ich frühstücke immer reichlich mit Müsli, Joghurt und Brot. Am Abend esse ich noch einmal richtig, mit Fleisch und allem Drum und Dran. Klar, ab und zu ein Burger muss schon sein. Was definitiv die Leistung stark beeinträchtigt ist Alkohol. Da hat man am nächsten Tag einfach keine Energie mehr. Ab und zu ein Glas Wein oder ein Feierabend Bier ist aber schon in Ordnung.

Was hältst du von mentalem Training? Ist das sinnvoll und wird das eingesetzt?

Mentales Training wird gerne unterschätzt, obwohl man damit viel optimieren kann. Ich finde es wirklich wichtig. Wenn ich zum Beispiel verletzt war, stellte ich mir vor, die Tricks zu fahren. Ich sah mir dann ständig Clips von Fahrern an und ging die Tricks immer wieder im Kopf durch. Wie würde ich anfahren? Wann springe ich ab oder wie muss ich mich drehen? Videos anzusehen und sich Tricks vorzustellen, das bringt einen weiter. Mentales Training hilft sicher auch, wenn man vor Contests nervös ist.

Welche Kraft- und Balanceübungen sinnvoll – und wichtig – sind, erklärt Gian im nächsten Tutorial. Bald. Hier auf perspactives.com.