Wie Sie in der Küche improvisieren können

2012-01-25

Für Anfänger in der Küche ist die Improvisation beim Kochen eher mysteriös und abschreckend. Die meisten selbstsicheren Köche am heimischen Herd haben jedoch einige einfache Fertigkeiten erlernt, die sie wie Profis erscheinen lassen. Improvisation ist das Herzstück im Repertoire eines jeden guten Kochs. Sie müssen zum Improvisieren in der Küche nur einige Grundtechniken gut verstehen, um normale Zutaten in ein schmackhaftes Mal zu verwandeln.

Veröffentlicht: 16. September 2010

Für die Standard-Vinaigrette benötigen Sie beispielsweise nur einen Teil Essig und drei Teile Öl, die Sie mit Kräutern und Gewürzen verfeinern. Gehakte Schalotten, Petersilie, Olivenöl und Dijon-Senf ergeben ein traditionelles Salatdressing.

Wenn Sie diese Mischungen jedoch etwas abwandeln, erhalten Sie fantastische Marinaden. Für ein leckeres Hauptgericht müssen Sie beispielsweise nur Hähnchenbrust oder Hähnchenschenkel für einige Stunden in einer Marinade ziehen lassen und dann bei 220°C garen. Als Beilage vermischen Sie einfach die Vinaigrette mit leicht gekochten Kartoffelstücken und garen Sie diese, bis sie goldbraun und knusprig sind. Sie können die Vinaigrette auch mit frischem grünen Gemüse wie Spargel oder Bohnen mischen und 20 Minuten braten.

Sie erhalten immer neue und interessante Geschmacksrichtungen, wenn Sie mit den Hauptbestandteilen einer Vinaigrette experimentieren. Probieren Sie einfach Balsamico-Essig zum Bestreichen von gedünstetem oder gekochtem Fisch. Fügen Sie beim Krautsalat einfach einen Teelöffel Zucker zum Kraut und den Karotten hinzu. Seien Sie kreativ! Sie können fast nichts verkehrt machen.

Wie Sie in der Küche improvisieren können

Spontane Pastarezepte funktionieren auf ähnliche Art und Weise. Wenn Sie einige Grundnahrungsmittel in der Küche haben – Olivenöl, Zitrone und ein Stück harten Käse wie Parmigianino – werden Sie selbst von Ihren Kreationen überrascht sein.

Der Trick hat teilweise etwas mit dem Wasser zu tun. Kochen Sie ein Pfund Pasta beispielsweise in ca. 5 l Wasser mit Salz und 1-2 Esslöffel Olivenöl. Tauchen Sie, kurz bevor die Pasta al dente ist, einen hitzebeständigen Messbecher in den Topf und entnehmen Sie etwas von dem Wasser. Gießen Sie die Pasta ab, füllen Sie sie zurück in den Topf, träufeln Sie etwas Zitronensaft darüber und geben Sie großzügig geriebenen Parmigianino dazu.

Vermengen Sie die Pasta vorsichtig und geben Sie etwas von dem Kochwasser dazu: Die Resthitze der Pasta und des Kochwassers schmilzt den Käse und es entsteht eine dicke Sauce. Wenn Sie die gewünschte Konsistenz erreicht haben (weniger Wasser für eine dickere Sauce und mehr für eine dünnere), schmecken Sie alles nur noch mit Salz und Pfeffer ab – und voilà.

Für eine reichhaltigere Sauce können Sie eine Dose abgegossene und gewaschene Bohnen (Cannellini) und eine Dose mit Thunfisch in Olivenöl (abgegossen) hinzufügen und Sie erhalten ein mediterranes Gericht. Würzen Sie die Sauce noch mit roten geriebenen Chilischoten und wenn das Gericht scharf genug ist, können Sie sich als Ehrensizilianer ausgeben.