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Erleben

Digital führen, arbeiten und leben

Die technischen Rahmenbedingungen verändern die Wirtschaft und befördern den Wandel zu einer neuen Unternehmens- und Arbeitskultur

Unternehmen und Behörden, die in dieser neuen Welt erfolgreich sein möchten, sollten ihr Gedankenmodell zur Arbeit im 21. Jahrhundert analysieren und einige Fragen stellen: Wer arbeitet? Wo wird gearbeitet? Wie werden Informationen offen, aber sicher ausgetauscht?

Justin oder Jake? Die Frage, welche Art von Mitarbeiter ein Unternehmen beschäftigt, entscheidet über dessen Erfolg. Mit Justin und Jake skizziert Samsung zwei Beispiele für Mitarbeiter, die den gleichen Job haben, ihn aber unterschiedlich ausführen. Justin verwendet Digitaltechnik, wie sie heute gang und gäbe ist. Jake ist weitaus besser vernetzt und in Sachen Digitaltechnik seinem Kollegen Justin ein paar Schritte voraus mit dem Ergebnis, dass Jake nicht nur von einer besseren Worklife-Balance profitiert, sondern auch sein Arbeitgeber von dessen Kompetenz.

In deutschen Unternehmen sind heute noch viele Justins und kaum Jakes anzutreffen. Eine Studie der Boston Consulting Group (BCG) sagt, dass deutschen Managern die Kompetenz in Sachen Digitalisierung fehlt. Sie sind häufig überfordert von den Auswirkungen der Digitalisierung auf die bestehende Unternehmenskultur und können mit ihren Erfahrungen aus der analogen bzw. teildigitalisierten Welt oftmals nicht die notwendigen Veränderungen bei der Mitarbeiterführung und Arbeitsplatzgestaltung einleiten. Selbst Führungskräften, die jahrelang erfolgreich Teams leiteten, gelingt es mitunter nicht, ihre Kompetenzen ins digitale Zeitalter zu übertragen, sagt der Wirtschaftspsychologe Uwe Kanning im Spiegel.

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Dabei sind die Mitarbeiter ein „entscheidender Erfolgsfaktor für Nachhaltigkeit“, sagt Martin Böker, Director B2B bei Samsung Electronics. „Denn sie sind für wirtschaftliche Nachhaltigkeit verantwortlich und brauchen entsprechende Arbeitsbedingungen, um sich zu entfalten“, so der Manager weiter. Unternehmen, die es verstehen, die „neue digitale Mitarbeiterschaft“ (siehe Kasten: Open Economy) an sich zu binden, können im günstigen Fall von einer zufriedenen und engagierten Belegschaft profitieren. In der Open Economy ist das Personalwesen die treibende Kraft, die dazu beiträgt, diese Mitarbeiterschaft zu rekrutieren und ihr ein entsprechendes Umfeld zu bieten, besagt ein Report¹ von The Future Laboratory und Samsung.

Technologie inspiriert Mitarbeiter und gibt ihnen die kreative Freiheit, Probleme zu lösen und neue Ideen einzubringen.

Samsung-Leitfaden zur Erstellung einer inspirierenden Kultur

Die Attraktivität eines Unternehmens ist von dessen Digitalisierungsgrad mit abhängig

Wer eine neue Führungskultur aufbauen will, muss verstehen, welche Einflüsse die Technologie auf den Menschen nimmt und wie das eigene Unternehmen überhaupt aufgestellt ist. Daher sollte der Umbau immer mit einer möglichst umfassenden Bestandsaufnahme beginnen, an deren Ende eine klare Aussage über den Digitalisierungsgrad steht. Daraus wird dann ersichtlich, an welchen Stellschrauben man drehen kann, um eine passende Führungskultur mit digitalisierter Belegschaft zu entwickeln.

Laut der Unternehmensberatung McKinsey² ergibt sich der Digitalisierungsgrad aus drei zentralen Kriterien:

  • Wie ist das Unternehmen mit digitaler Technologie ausgestattet?
  • Wo werden digitale Technologien in den Geschäftsprozessen eingesetzt?
  • Welche digitalen Technologien benutzen die Mitarbeiter?

Je höher der Digitalisierungsgrad, desto attraktiver kann ein Unternehmen für Bewerber und Mitarbeiter sein. Die Bereitstellung moderner Technologie ist dabei ebenso wichtig wie eine Arbeitskultur, die die Mitarbeiter inspiriert (siehe Kästen: Freiheiten schaffen, Inspiration erleben), diese Technologien selbstbestimmt und gewinnbringend für das Unternehmen anzuwenden. Samsung ist überzeugt, dass „die Menschen durch soziale Medien, Smartphones, Apps und Online-Dienste befähigt werden, sich zu ambitionierten Problemlösern mit der natürlichen Fähigkeit zum Multitasking entwickeln. Außerdem können sie unglaublich wertvolle Aktiva in jedem Unternehmen sein – sofern sie korrekt eingebunden werden.“

Die von Digitaltechnik geprägten Mitarbeiter lassen sich aber nicht in starre, hierarchische Organisationsstrukturen mit festem Arbeitsplatz zwängen, der ihre Präsenz von 9 bis 17 Uhr erfordert. Sie verlangen nach mehr Freiraum und sind dafür auch bereit, berufliche Aufgaben in ihrer Freizeit zu bearbeiten. 68 Prozent der Arbeitnehmer sagen, sie behalten ihre Arbeit gerne im Auge, während sie außerhalb des Büros oder im Urlaub sind, sagt die Umfrage „Mobile Technology in the Workplace“ von CCS Insight. Dafür setzen sie moderne Technologien ein, die sie rund um die Uhr und an jedem Ort nutzen können– und sie sind gut mit anderen kreativen Menschen vernetzt. Die Leiterin des Institute for the Future, Marina Gorbis, (siehe Interview BL #5) hat diesen Menschentyp als Amplified Individual bezeichnet. Aktuell erleben wir einen Paradigmenwechsel in der Art, wie Menschen Arbeitsstrukturen verstehen und definieren. Mobilität wird dabei immer wichtiger. Sie bietet neue Möglichkeiten der Effizienz und kann auch die Mitarbeiterzufriedenheit steigern.

Bei erfolgreichen Unternehmen wie Google prägen diese Menschen die Firmenkultur. Der Suchmaschinenhersteller kennt deren Potenzial und spricht gezielt Mitarbeiter mit den von Gorbis beschriebenen Fähigkeiten an. „Wir brauchen Leute, denen es Spaß macht, Lösungen für unbeantwortete Fragen zu finden“, bringt es Google-Manager Laszlo Bock auf den Punkt.

Wir brauchen Leute, denen es Spaß macht, Lösungen für unbeantwortete Fragen zu finden.

Laszlo Bock, Manager bei Google

Tipps für eine inspirierende Firmenkultur

Auch andere digital geprägte Unternehmen wie Uber, Airbnb und Whatsapp rekrutieren ambitionierte, kreative und zukunftsorientierte Mitarbeiter, indem sie passende Tools bereitstellen und eine digitale Arbeitskultur errichten, die die Mitarbeiter ermutigt und inspiriert. Im Ergebnis verspricht man sich davon, dass die Mitarbeiter schnell und reaktionsfähig arbeiten und sich immer an den Bedürfnissen der Kunden orientieren.

Ein Samsung-Leitfaden⁴ formuliert vier wichtige Tipps zur Erstellung einer inspirierenden Kultur:

  • Bieten Sie einen flexiblen Arbeitsplatz in Bezug auf Ort, Zeit, Arbeitsplanung und Kleidung.
  • Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern, die Tools und Geräte zu nutzen, die ihnen zusagen. Angesichts der Tatsache, dass laut der CCS-Insight-Studie 50 Prozent der Mitarbeiter meinen, dass die IT-Mobil-Richtlinien unnötige Einschränkungen für die Arbeitsweise bedeuten, ist das ein sehr wichtiger Punkt.
  • Fördern Sie eine kreative und unternehmerische Denkweise über Schulungen und Bonus- bzw. Incentive-Programme. Geben Sie Ihren Mitarbeitern Zeit für Kreatives und tolerieren Sie Fehler.
  • Erstellen Sie ein Umfeld, das die Zusammenarbeit fördert (Großraumbüro, Bereiche für Pausen, Bereitstellung passender Tools). 80 Prozent der Arbeitnehmer sagen, dass Tablets, Business-Apps und Mobilgeräte anstelle von PCs die Top-Trends sind, die ihre Unternehmen in der Zukunft beeinflussen werden (Quelle CCS).
  • Schaffen Sie eine geschützte Umgebung: Schutz bietet eine neue Generation offener Sicherheitsplattformen wie Samsung Knox, die Menschen, Ideen und Daten abgesichert integrieren.

Open Economy

Das neue Geschäftsmodell der „Open Economy“ kennt wesentlich weniger technische und von Menschen errichtete Grenzen. Eine neue Art ultraflexibler freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten nach diesem Konzept unter hervorragenden Bedingungen. „Bring your own Device“ (BYOD) markiert lediglich den Beginn eines viel tiefer greifenden und umfassenderen Trends hin zu Mitarbeiterautonomie und frei mitarbeitenden Kolleginnen und Kollegen. Schätzungen zufolge soll der Wert des Open-Economy-Arbeitsmarktes 2020 auf 63 Milliarden US-Dollar ansteigen. Allein 10 Milliarden davon werden von frei mitarbeitenden Kollegen generiert.

Ein weiterer Aspekt, der die Open Economy prägt, ist der Einsatz moderner KI-Technologie. Sie kann systematisch ablaufende und sich wiederholende Aufgaben branchenübergreifend übernehmen, wodurch Fachkräfte ihre Fähigkeiten voll zur Geltung bringen können. www.samsungatwork.com/openeconomy

Wie man einen gut vernetzten Arbeitsplatz erstellen kann

Samsung-Manager Böker empfiehlt Unternehmen, „den Arbeitsplatz neu zu definieren. Dazu gehört, dass den Mitarbeitern jene modernen Technologien zur Verfügung gestellt werden, die sie auch zuhause verwenden und dass Kollegen mit weniger digitaler Affinität dazu motiviert werden, ebenfalls modernes Equipment zu verwenden.“ Als logische Folge aus der orts- und zeitunabhängigen Arbeitsweise empfiehlt der Leitfaden „Ideen für die Arbeit – Wie man einen gut vernetzten Arbeitsplatz erstellt“ von Samsung, Gebäude nicht als Büroräume, sondern vielmehr als „Netzwerk aus Mitarbeitern“ zu betrachten, die über schnelles mobiles Internet miteinander kommunizieren.

Vernetzte physische Arbeitsplätze im Sinne von „intelligenten Büros“ bieten dem Unternehmen die Möglichkeit, das Umfeld zu kontrollieren, damit es abgesichert ist und wirtschaftlich agieren kann. Übrigens sehen mehr als die Hälfte der befragten Mitarbeiter laut der BCG-Umfrage in der mangelnden Infrastruktur und IT-Ausstattung ihres Unternehmens ein Hindernis für den digitalen Wandel. Im Rahmen der Neudefinition des Arbeitsplatzes ist auch die Verschmelzung des physischen mit dem virtuellen Arbeitsplatz in Betracht zu ziehen. Dank Virtual-Reality-Geräten lassen sich beispielsweise virtuelle Schulungen für Mitarbeiter wirkungsvoll durchführen, weil sie komplexe Botschaften auf sehr fesselnde Weise vermitteln können.

Wenn einem Unternehmen beispielsweise die Themen Gesundheit und Sicherheit besonders wichtig sind, stoßen klassische Schulungen oft an Grenzen. Dank Virtual Reality können sich die Mitarbeiter dagegen direkt mit den gefährlichen Bereichen und Risiken auseinandersetzen, sie sind quasi mittendrin. An diese überzeugende Erfahrung erinnern sich die Mitarbeiter dauerhaft, was dem Unternehmen Zeit und Geld sparen kann.

Bevor jedoch die Vernetzung des Arbeitsplatzes und die damit zusammenhängende Vernetzung der Denk- und Arbeitsweisen der Mitarbeiter erfolgen kann, gilt es, eine Technologiestrategie zu entwickeln, aus welcher hervorgeht, welche Technologie benötigt wird, welche Richtlinien zu erstellen sind und welche Schulungen dafür durchgeführt werden müssen. Bei der Feststellung des Technologiebedarfs ist es ratsam, die IT-Abteilung nicht alleine entscheiden zu lassen. Vielmehr sollte man wichtige Entscheidungsträger und Amplified Individuals im Unternehmen in die Entscheidungsfindung einbeziehen. Unternehmen könnten sich etwa an der Vorgehensweise von Start-ups orientieren: Sie zeigen häufig eine sehr pragmatische Vorgehensweise, die ihnen ermöglicht, neue Dinge auszuprobieren und die das vernetzte Denken über Abteilungsgrenzen hinweg fördert. Schlussendlich sollte sich die technologische Ausrichtung nicht allein am heutigen Bedarf orientieren, sondern auch die Wachstums- und Zukunftspläne berücksichtigen.

Freiheiten schaffen

„Technologie inspiriert Mitarbeiter und gibt ihnen die kreative Freiheit, Probleme zu lösen und neue Ideen einzubringen“, schreiben die Autoren des Samsung-Leitfadens zur Erstellung einer inspirierenden Kultur. Zwei Beispiele, wie Freiheit inspirieren kann:

Dank der Plattform Samsung Knox können Arbeitnehmer ein Smartphone für Arbeit und Freizeit gleichzeitig nutzen. Sie gibt ihnen die Freiheit, ihre Arbeitsweise selbst zu gestalten und ortsunabhängig zu arbeiten. Ihre Mitarbeiter können darauf vertrauen, dass private Daten privat bleiben. Firmendaten sind abgesichert und geschützt. Die Trennung der Daten erfolgt durch ein Zwei-Containersystem. Apps und Daten innerhalb des Containers sind von den Apps außerhalb des Containers isoliert. Diese Isolierung ermöglicht es, dass der Knox-Container als sicherer geschäftlicher Workspace genutzt werden kann, während alle Daten außerhalb des Containers den privaten Bereich des Nutzers repräsentieren.

Erste Erfahrungen mit Virtual Reality und 3D aus dem kreativen Umfeld von Werbung bis hin zu Testfahrten (siehe dazu auch Titelgeschichte) eröffnen dieser Technologie derzeit die Grundlage für einen zukünftigen Erfolgsweg. Stellen Sie Ihren Mitarbeitern VR-Geräte wie Samsung Gear VR und Gear 360 zur Verfügung und lassen Sie sich überraschen, was daraus wird.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Auch wenn die Arbeitsplatzvernetzung und Ausrüstung der Mitarbeiter mit moderner und bedarfsorientierter Technik eine grundlegende Voraussetzung für eine digitale Unternehmenskultur sein dürfte, wird man die Früchte dieser Kultur im Unternehmen erst dann ernten können, wenn die Führungskräfte das „neue Arbeiten“ vorleben. Hier haben deutsche Unternehmen noch Nachholbedarf. Laut der BCG-Umfrage sehen 77 Prozent der Befragten die mangelnde Qualifikation von Führungskräften und Mitarbeitern als Hindernis im digitalen Wandel an. Einen Tipp, wie das zu ändern ist, hält Physik-Nobelpreisträger Albert Einstein bereit: „Ein Beispiel zu geben ist nicht die wichtigste Art, wie man andere beeinflusst. Es ist die einzige.“

Ein Beispiel zu geben ist nicht die wichtigste Art, wie man andere beeinflusst. Es ist die einzige.

Albert Einstein, Physik-Nobelpreisträger

Inspiration erleben

Beispiele, wie ein inspirierender mobiler Arbeitsplatz, ein Cloud-basierter Arbeitsplatz und ein moderner Meetingraum gestaltet werden können, zeigt Samsung mit einer 360 Grad Guided Tour auf Youtube.

Quellen
  • The Open Economy
  • vgl. Artikel Harvard Business Review
  • Ideen für die Arbeit: Die Erstellung einer Kultur, die inspiriert.