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Smart Home per App steuern

Wie vernetze ich mein Haus richtig?

By Stefan Tappert,  14.11.2016.


Smart Home App, Heizungssteuerung oder sichere Tür – über die Vernetzung des eigenen Hauses wird nun schon mehr als 10 Jahren gesprochen. Doch die Anwender sind skeptisch. Dabei gibt es dafür keinen Grund. Denn Smart Home hat schon lange Einzug gehalten und wir freuen uns über all die Helferlein.
Denn intelligente Systeme kann man auf verschiedene Weise bauen.
Hier nur 3 Wege zum Smart Home.

Weg 1 – Die Komplettlösung

Bei der Komplettlösung will man die Smart Home Lösungen voll nutzen. Das bedeutet, dass schon bei der Konzeption des Hauses und der Wohnung an spätere Möglichkeiten gedacht werden sollte. Zum einen müssen ja Kabel die einzelnen Anwendungen wie Rollo, Licht, Türverschluss, Heizungsregulation, Radionutzung, Kühlschrankfunktionen etc. ansteuern, um bei einem WIFI-Ausfall trotzdem zu funktionieren, zum anderen bestimme ich aber als Bauherr, inwieweit mein Haus automatisch gesteuert werden soll.

Smart home Steuerung von Heizung, Licht und vielem mehr

Kostenmäßig kann man dabei von 0 bis zehntausende Euro alles ausgeben, denn der Kreativität sind ja keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es beispielsweise mit einem gläsernen Weinschrank, der aus dem Boden fährt, wenn ich mir ein Weinglas hole? Oder mein Badspiegel, der mir für heute mal eine andere Frisur vorschlägt und anhand des Aussehens die jeweilige Musik steuert? Das ist alles möglich, man muss es nur wollen.

Weg 2 – Die Schritt-für-Schritt Lösung

Die Smart Home App und die Steuermöglichkeiten von Einzelgeräten sind die zweite Möglichkeit. Hier kaufe ich mir ein WIFI-basierten Smart Hub und vernetze alle angeschafften Geräte drahtlos. Dieses System kann ich schrittweise erweitern, denn der Smart Hub kann mittlerweile mit mehr als 200 Geräten kommunizieren, ganz egal ob Kaffeemaschine oder Kühlschrank, Ofen oder Heizung. Ich schließe einfach nur das an, was ich mir wirklich anschaffe. Alle Funktionen des Smart Hubs kann ich mir auf dem Smart TV anzeigen lassen und verändern. Ich bleibe also Herr des Hauses.


Dank Smart Home App von unterwegs in den Kühlschrank schauen

Weg 3 – Die Lösung, die mich mitentwickelt

Der dritte Weg ist wahrscheinlich der am weitesten verbreitete in Deutschland. Smart Home durch Zufall nenne ich es mal und merke, auch bei mir läuft das so. Durch verschiedene Apps auf dem S7 beispielsweise steuere ich TV, Soundsystem und auch Waschmaschine. Das Kuriose dabei ist, ich habe mir die Geräte gekauft, weil jeweils das alte kaputt war. Erst zuhause habe ich festgestellt, dass eine gewisse Vernetzung total effektiv ist, also Zeit spart. Und so entwickelt sich mein sogenanntes „Ecosystem" von ganz allein, denn die Möglichkeiten einer WIFI-Verbindung von Waschmaschine, vollautomatischem Staubsauger und der HIFI-Anlage sind ja nun schon mal da. Dafür brauche ich kein Kabel zu verlegen und auch nicht Smart Home Experte zu werden. Alles was zu tun ist, sagt mir das Smartphone oder das Display des Gerätes.

Und übrigens – das geht ja auch rund um das Haus. Rasenmäher und Rasensprenger laufen genauso.