Dyer-Smith: «Vernetzung wird den Lebensraum prägen»

Von Kaspar, 16.05.2018

Im Bild Martin Biallas, Senior researcher: Lötarbeiten an BCI-Elektronik.

Innenarchitekt James Dyer-Smith gehört zu den Besten seiner Zunft. Wir treffen den Berufsästheten in einem von ihm umgebauten Loft.

Es ist ein unerwartet industrieller Eindruck, der sich uns im beschaulichen Windisch an der Reuss bietet. Hier, wo einst Spinnereimaschinen ratterten, hat Innenarchitekt James Dyer-Smith Hand angelegt, um die denkmalgeschützte Fabrikhalle in exklusive Lofts zu verwandeln.

Was macht ein Innenarchitekt genau?

Als Innenarchitekt kreiere ich Erlebniswelten. Jede Branche hat ihre Bedürfnisse und jeder Kunde seinen Geschmack. Mein Auftrag ist es, die Anforderungen und Wünsche zu verstehen und - mit meiner professionellen Handschrift - zu unterstreichen. Wir sind keine Dekorateure. Obwohl die Materialisierung, Möblierung und Liebe zum Detail entscheidende Elemente eines Interieurs darstellen, sind wir als Innenarchitekten am Bauen.

Wir sitzen im Loft, das du gestaltet hast. Wie geht man so ein Projekt an?

In Zusammenarbeit mit HIAG Immobilien und Samsung war ich für die Entwicklung des kompletten Innenarchitektur-Konzepts sowie für das Controlling der Umsetzung zuständig. Das Loft war zum Zeitpunkt der Projektübernahme ein leerer Raum mit einem Starkstromkabel und einem Abfluss. Mir war es wichtig, dass der historische Teil des Gebäudes und der minimalistische Innenausbau zum Schluss eine Symbiose ergeben.

Der Charakter des Lofts und die Raumgrosszügigkeit beizubehalten war im gesamten Prozess von zentraler Bedeutung. Durch den cleveren Einbau von Kuben konnte die historische Holzdecke unberührt bleiben, gleichzeitig wurden aber geschlossene Räume generiert. Eine flexible Erweiterung der Zimmer ist durch die raumgliedernde Funktion der Kuben jederzeit möglich.

Welche Rolle spielt die Küche im Loft?

Die Küche steht im Zentrum des Geschehens und verbindet Essen, Wohnen und Entertainment. Da wir warme Holzschränke verbaut hatten, setzten wir bewusst auf dunkle, kontraststarke Küchengeräte. Wenn man einen Raum inszeniert, sollte dieser den Qualitätsstandard der gesamten Immobilie widerspiegeln. Die Küchengeräte von Samsungs und erstklassig, ästhetisch und erleichtern den Bewohnern das Leben dank smarten IoT-Funktionen.

Welche Rolle wird das Thema Connected Home künftig spielen?

Intelligente Küchengeräte wie jene von Samsung sind klar die Zukunft und werden uns das Leben durch bessere Organisation in allen möglichen Situationen erleichtern. Auch beim Thema Energieeffizienz setzen die smarten Helfer neue Massstäbe, was den Nerv der Zeit trifft. Bei zahlreichen vernetzten Geräten hat die Zukunft bereits begonnen. Etwa, wenn die Bewohner vom Supermarkt aus mit dem Smartphone einen Blick in den Family Hub Kühlschrank werfen können. Die Vernetzung aller Gerätschaften und die damit gewonnene Zeit und Lebensqualität wird durch Pioniere wie Samsung vorangetrieben. Dies wird unseren Lebensraum in Zukunft stark vereinfachend prägen.

Design und Technologie. Dreamteam oder Zwangsehe?

Design ist ein Spiegelbild der Epochen und des Zeitgeists. Das sieht man bei der Innenarchitektur genauso wie im Industriedesign oder dem Automobilbau. Innovative Technologien werden uns fortlaufend neue Geräte erfinden lassen, die ihrerseits wiederum eine ansprechende Formgebung benötigen. Ich bin ein grosser Sympathisant des Statements «Form follows function», wobei dies heutzutage korrekterweise «Form follows technology» heissen müsste.

James Dyer-Smith ist Inhaber der gleichnamigen Firma J.D-S AG. Das Steckenpferd des renommierten Innenarchitekten bilden die Bereiche Hospitality, Real Estate und Retail.

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Design und Innovation in Ihrer Küche bestens integriert

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