Der Unterschied zwischen QLED und OLED

Von Stefan Tappert, 04.08.2017.

Der Unterschied zwischen QLED und OLED

Wer einen neuen Smart TV kaufen will, kommt an diesen zwei Bildtechnologien nicht vorbei – QLED und OLED. Die beiden sind ganz klar die Platzhirsche im Elektronikmarkt. Und wer sagt, dass man als Verbraucher keine Unterschiede sehen kann, den dürften die folgenden Zeilen brennend interessieren.

Was ist QLED?

QLED ist die neue TV-Technologie von Samsung. Mit der weiterentwickelten Quantum Dot-Technologie schafft QLED ein Bild, auf dem man einfach mehr sieht: reine, stabile und präzise Lichtfarben, Detailreichtum durch höhere Kontraste und eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2.000 Nits.

Was man davon hat, kann man ganz schnell erklären. Stellen wir uns vor, ein Blockbuster läuft. Ein dunkler Gegenstand steht in einer düsteren Ecke. Den erkennt man auf herkömmlichen TV-Geräten eher kaum bis gar nicht. Mit der HDR-Fähigkeit und dem Kontrastumfang, die jetzt erreicht werden und die bis zu doppelt so hoch ist wie bei der Vorgängergeneration, sieht man deutlich, welche Gefahr da gleich den Krimi beendet.

Wichtigster Unterschied zwischen QLED und OLED bilden die kleinen Teilchen – die Quantum Dots. Diese werden durch eine Hintergrundbeleuchtung angestrahlt und geben dann ihre Farbe preis. QLED kann man schon jetzt als Farbweltmeister bezeichnen. Das TV-Gerät bietet dadurch bessere Kontraste und ein tieferes Schwarz. Ausserdem spielt es kaum noch eine Rolle, aus welchem Blickwinkel man auf den Fernseher schaut, die Farben bleiben präzise und kräftig. Ausserdem können durch die Änderung auch die Farben bei hoher Helligkeit deutlich genauer mit dargestellt werden. Das hat zur Folge, dass ein Film mit genau den Farben abgespielt werden kann, die der Filmproduzent wollte. Nicht so ähnlich – sondern genau so. 100% Farbvolumen, also den gesamten Farbraum und Spitzenhelligkeiten, kann QLED darstellen.

Kein Einbrennen

Die QLED-Technologie ist dank anorganischen Teilchen langlebiger als die organischen OLEDs. Während bei organischen OLED ein Einbrennrisiko gegeben ist, kann dies bei QLED nicht passieren.

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Die Experten von der "video" haben den neuen QLED genau auf diese Parameter ausgiebig getestet. Hier das Ergebnis.

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Was ist OLED?

OLED steht für Organic Light Emitting Diode. Bei dieser Fernsehtechnologie handelt es sich also um eine Art Leuchtdiode. Das besondere ist, dass sie für die Leuchtkraft und die Bilddarstellung des Geräts, in dem sie verbaut ist, zuständig ist und kein zusätzliches Licht benötigt wird.

Die Bildqualität von TV-Geräten, die auf diese Belichtungstechnik bauen, ist sehr gut, da OLED Lichtquelle und Bildgeber zugleich ist. Dadurch ist ein besonders tiefes Schwarz möglich. Die Farben wirken kräftig und brillant. Die sehr guten Schwarz- und Kontrastwerte von OLED-Displays machen diese Technologie vor allem aus.

Die Gemeinsamkeiten von QLED und OLED

Sowohl QLED TVs als auch die mit OLED können die Auflösung 4k, also vierfaches Full HD, darstellen und liegen damit absolut im Trend der Zeit. Die heutige Generation SmartTV hat noch einen weiteren Vorteil. Die Bildschirme eng an der Wand verbaut werden und haben mit nur einem Zuleitungskabel zu den zusätzlichen Geräten wie UHD-Blu-ray Player oder Spielkonsole, ein Ende des unerträglichen Kabelgewirrs früherer Tage eingeläutet.

Die Unterschiede vom anorganischen QLED und organischen OLED

Q oder O, was so ähnlich aussieht und klingt, ist mehr als nur ein bisschen unterschiedlich. Wie immer, machen auch hier, das Licht und geringfügig auch der Preis den Unterschied aus. Bei der OLED-Technologie ist bei ca. 20.000 Betriebsstunden ein organischer Verfall bei Farbe und Helligkeit zu beobachten. Das ist viel geringer als bei der Samsung QLED Technologie. Die QLED-Technologie arbeitet mit anorganischen Teilchen und ist damit langlebiger als die organischen OLEDs. Das heisst die Farben und Helligkeit ist auch noch nach Jahren fast unverändert hoch. Bei OLED-Displays sinkt die Leuchtkraft bei einigen Farben hingegen sehr schnell.

Was aber viel schwerer ins Gewicht fällt der oft sehr schnelle Verlust der Helligkeit. Denn dadurch wirkt das Bild nicht nur unscharf, matt und glanzlos, sondern es verliert auch an Sichtbarkeit. Kurzum: Es wird immer dunkler.

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Doch der grosse Unterschied beider Systeme besteht eigentlich hierin: OLED ist durch die fehlende Hintergrundbeleuchtung in dunklen Vorführräumen und besonderen Ecken der Elektronikmärkte natürlich bestens aufgestellt. Ein normales Wohnzimmer aber hat Fenster und wir freuen uns über Sonnenlicht. Es ist also manchmal heller, manchmal dunkler. Und da wiederum punktet der QLED. Trotz heller Umgebung kann man aufgrund der hohen Spitzenhelligkeiten ein gestochen scharfes Bild kontrastreich erkennen.

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