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Zukunftsmusik: Wie Audio-Experten und Musik-Fans Hi-Fi neu denken

Valencia, im sonnigen Kalifornien, etwas nördlich von Los Angeles, wo die Landschaft von Wüstenklima geprägt ist: Seit Ende 2014 entstehen hier im Samsung Audio Lab die Audio-Innovationen von Samsung, wie der erste 360° Lautsprecher oder Q-Symphony..

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Die inzwischen über 20 Mitarbeiter greifen auf insgesamt über 300 Jahre Audio-Erfahrung und Ingenieurs-Know-how zurück. Viele von ihnen sind selbst Musiker und bringen darüber hinaus Expertise in Akustik, Computersimulationen und Qualitätssicherung mit. Kopf des Audio Labs ist Allan Devantier. Er blickt auf eine Karriere unter anderem als Director of Engineering, Manager of Objective Evaluation und Manager of Acoustic Research bei Harman zurück. Heute ist er Vice President des Samsung Audio R&D-Bereichs. Man spürt sofort: Angetrieben werden alle Mitarbeiter des Samsung Audio Lab durch die Liebe zum Ton und zur Musik.

So erschufen die kreativen Köpfe im Audio Lab «Object Tracking Sound», eine Technologie, bei der Klang aus anderen Lautsprechern am Fernseher erklingt, je nachdem wie sich ein Objekt auf dem Bildschirm bewegt. Zusammen mit Q-Symphony, die neue Technologie, bei der TV und Soundbar harmonisch gleichzeitig den Klang wiedergeben, wird der Zuhörer durch den Klang mitten ins Geschehen versetzt.

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Wichtige Stationen auf dem Weg von der Idee zum Produkt sind die drei Hör-Räume, zwei echofreie Kammern und das Labor für die schnelle Prototypenerstellung im Samsung Audio Lab.

Um diese Prozesse zu verbessern und zu beschleunigen, hat Allan Devantier den Maschinenbauingenieur Andri Bezzola ins Haus geholt. Mithilfe seiner «Rapid Prototyping»-Methode können mehreren Prototypen gleichzeitig in wenigen Wochen in einem eigens dafür erstellten Computer-Programm simuliert und getestet werden.

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Das Geheimnis der rotierenden Wand

Sobald ein Produkt geprüft werden kann, unterzieht man audiophile Testhörer dem sogenannten «Speaker-Shuffle-Test»: Die zu prüfenden Produkte sowie Referenzgeräte, auch von anderen Herstellern, werden verdeckt hinter einem schalldurchlässigen Vorhang und aufgebaut auf einer rotierenden Wand probegehört. Die rotierende Wand garantiert, dass alle Testprodukte dieselbe Geographie im Raum aufweisen und keine Verfälschungen aufgrund ihrer Lage auftreten. Der schalldurchlässige Vorhang ist schwarz und undurchsichtig und verhindert, dass optische Reize oder Markenwahrnehmung einen Einfluss auf die Beurteilung der Tester haben. So wird sichergestellt, dass sich die Tester ausschließlich auf die Sound-Qualität konzentrieren und zu einem objektiven Urteil kommen können. In mehreren Durchgängen hören die Tester mehrere Songs auf den verschiedenen Produkten, die dabei per Zufallsprinzip immer wieder rotiert werden, um Testverfälschungen vorzubeugen. Am Ende erfolgt die Auswertung der Hörergebnisse nach zahlreichen Kriterien wie Testgruppe, Song, Sitzplatz – und natürlich Produkt.

Der Klang der Zukunft

Die Nutzung von künstlicher Intelligenz in der Audio Industrie, soll grosse Neuerungen bringen und auch Samsung arbeitet daran diese vorauszusehen. Devantier prognostiziert «Ich glaube wir können AI nutzen um unsere Lautsprecher lauter zu machen, mit mehr Bass und weniger Verzerrung.»

Aber AI bleibt nur eine von vielen Richtungen in diese Devantier und sein Team die Produkte weiterentwickeln.
«Eines Tages werden wir vielleicht einen Lautsprecher entwickeln, der grossartig klingt, den Ton laut wiedergibt und fast unsichtbar ist, oder ausserordentlich klein», philosophiert der Leiter des Audio Labs über die Zukunft.

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