Produktivität / Enabling People

Mit Videotagebüchern zum sicheren Auftritt

Mit Videotagebüchern zum sicheren Auftritt

Das einwandfreie Sprechen vor einer Klasse will geübt sein. Um die Auftrittskompetenz der künftigen Lehrkräfte zu schärfen, sind an der PH Zug Tablets von Samsung im Einsatz.

Im Education Lab an der Pädagogischen Hochschule Zug (PH Zug) engagiert sich Samsung für eine sinnvolle Digitalisierung des Bildungswesens. Die Lehrbeauftragten Eva Göksel und Judith Kreuz binden Tablets in ihren Unterricht ein, um die Selbstreflexion der Studierenden durch Videoaufnahmen zu verbessern. Die beiden wissenschaftlichen Assistentinnen vom Zentrum Mündlichkeit sind verantwortlich für ein Forschungs- und Entwicklungs-Projekt (F&E) namens «Sprechen professionalisieren».

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Durch gezielte Übungen in Bereichen wie Gesprächsführung, Artikulation und Theaterpädagogik werden die Studierenden auf ihre zukünftige Rolle als Lehrpersonen vorbereitet. Während dies bis vor einem Jahr auf analoge Weise geschah, stehen seither ergänzend auch Tablets zur Verfügung, um das Training von Körper und Stimme abwechslungsreicher zu gestalten.

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Multimediales Forschungstagebuch

«Im Rahmen unseres F&E-Projekts schreiben die Studierenden eine Semesterarbeit, wofür sie empirisch zu einem Thema der mündlichen Kommunikation forschen . Die Ergebnisse ihrer individuellen Arbeit und ihre Erfahrungen aus dem Unterricht fassen sie in einem Forschungstagebuch zusammen, das zum Semesterende abgegeben wird», erklärt Eva Göksel. Was einst nur in schriftlicher Form geschah, wurde seit letztem Jahr mit dem Einsatz von Tablets durch das Medium Video erweitert.

«Die Möglichkeit, durch Tablets einzelne Übungen und Gedanken einfach filmen zu können, hat die Arbeitsweise in unserem Projekt positiv beeinflusst. Mit dem individuellen Videotagebuch haben die Studierenden eine einfache Möglichkeit selber zu beurteilen, wie ihr Auftritt wirkt und woran sie noch arbeiten müssen. Dieses unmittelbare Feedback verbessert die Selbstreflexion ungemein. Seit der Einführung von Tablets sind die Studierenden spontaner, motivierter und experimentierfreudiger geworden», schwärmt Judith Kreuz.

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Die Abgabe der Forschungstagebücher erfolgt in Form eines Ordners, der Texte, Fotos und Videos beinhalten kann. Der Einsatz von digitalen Medien entwickelt sich immer weiter: Neu produziert jede/r Student/-in ein Lehrvideo zu einem spezifischen Bereich aus dem übergeordneten Thema "Auftrittskompetenz". «Da sie in der technischen Umsetzung absolut frei sind, schulen wir damit parallel auch ihren Umgang mit den neuen Medien. Mit dem Tablet haben sie ein Gerät zur Verfügung, womit Notizen gemacht, fotografiert, gefilmt und geschnitten werden kann, ohne dass zusätzliche Endgeräte benötigt werden», berichtet Göksel begeistert.

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«Tablets gerne noch stärker einsetzen»

Bei den Studierenden stösst der Einsatz von Tablets auf Anklang. Jannis Schneider zieht eine positive Bilanz: «Anfangs war es ungewohnt, sich selbst zu filmen und anzusehen, aber der Mehrwert ist einfach toll», erzählt der angehende Primarlehrer. Auch Mitstudentin Janine Rüttimann zeigt sich nach anfänglichen Berührungsängsten überzeugt von den neuen Möglichkeiten: «Ich habe mich dank des Videotagebuchs viel tiefer mit der Wirkung meines Körpers und meiner Stimme auseinandergesetzt und bin generell viel versierter geworden im Umgang mit Technik.» Nach erfolgtem Abschluss des Semesters sind sich beide einig: «Von uns aus könnte man die Tablets im Unterricht gerne noch stärker einsetzen.»

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