«CléA» gewinnt Solve for Tomorrow Pitch-Night im Impact Hub Zürich

Jan 17. 2020
«CléA» gewinnt Solve for Tomorrow Pitch-Night im Impact Hub Zürich

Zürich – 17. Januar 2020 – «CléA» hat die von Samsung lancierte Corporate-Citizenship-Initiative «Solve for Tomorrow» gewonnen. Das Projektteam will eine Plattform schaffen, die Menschen mit Behinderung mit Assistenten zusammenführt und gleichzeitig die gesamte Administration – von der Planung bis zur Abrechnung – verwaltet.

 

Erstmals lancierte Samsung in der Schweiz die Corporate-Citizenship-Initiative «Solve for Tomorrow». Zusammen mit differencelab, dem Impact Hub Zürich, der Designagentur reverse und der Berner Fachhochschule wurden innovative technologiebasierte Ideen und Ansätze gesucht, welche dabei helfen können, gesellschaftliche Barrieren abzubauen.

Nach rund 200 Online-Anmeldungen, 26 eingereichten Ideen und insgesamt 300 Votes war es am Mittwochabend soweit. Im bis auf den letzten Platz besetzten Impact Hub Zürich standen sich die letzten sieben Teams an der Pitch Night gegenüber.

Innerhalb von je fünf Minuten präsentierten die Teams vor einer Jury und vor Publikum ihre Geschäftsidee. Beurteilt wurden die Vorhaben in Bezug auf ihre Wirkung auf das SDG 10 Ziel, ihre Innovationskraft, die Umsetzbarkeit sowie den Teamspirit.

Zu den Jury-Mitgliedern zählten der Computerwissenschaftler und Starmind-Gründer Marc Vontobel, ETH-Professor Ernst Hafen, Karin A. Stephan, Head of Community des Impact Hubs Zürich, SDG-Experte Till Berger, Stv. Chef Sektion Nachhaltige Entwicklung ARE und Martin Zust, Head of Corporate Affairs von Samsung Schweiz.

Zu gewinnen gab es 100 Tagespässe für den Impact Hub Zürich und einen Sonderpreis des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbands (SBV).

Der Sieger des Abends ist «CléA». Mit der Assistenzplattform «CléA» wird ein digitaler, barrierefreier Helfer für Menschen mit Behinderungen und Assistenzbedarf geschaffen. «Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung und die Bestätigung, dass unsere Idee auch vor externen Experten standhält. Das motiviert uns sehr», sagt Severin Bischof, Präsident des eigens gegründeten Fördervereins «CléA». Viele betroffene Personen, die im Assistenzmodell leben, bekunden grosse Mühe bei der Suche nach geeigneten Assistenten und der Verwaltung. Häufig sind sie nicht in der Lage, die Assistenzbeiträge selbstständig zu beantragen. Hier kann «CléA» Unterstützung leisten.

Die Assistenzplattform setzt sich aus einzelnen Tools zusammen – Jobplattform, Planung, Zeitabrechnung und Abrechnungstool – und erleichtert es so, Assistenten zu finden, das Assistenzteam administrativ zu verwalten und den Assistenzbeitrag direkt mit der kantonalen IV-Stelle abzurechnen. «Heute ist der administrative Aufwand sehr komplex und für viele Menschen mit Behinderung nicht bewältigbar. Hier setzt «CléA» an und wird durch die Vereinfachung die Einstiegshürde spürbar senken und so einen grossen Nutzen für die Gesellschaft leisten können», so Bischof.

Obschon alle sieben Teams mit ihren Pitches, ihrer Leistung und ihrem spürbaren Engagement die Jury beeindruckten, war der Entscheid am Schluss sehr klar: «Das Projektteam von «CléA» hat uns von A bis Z überzeugt. Es verfügt über eine grosse Expertise und reagiert mit ihrer Idee direkt auf ein gesellschaftliches Bedürfnis», begründen die Jurymitglieder ihren Entscheid und weiter: «Das Team ist authentisch und das Geschäftsmodell finanzier- und skalierbar.»

Den zweiten Platz hinter «CléA» belegte das Team «Point and See»; der dritte Rang ging an «Mobility4All». Detaillierte Informationen zu allen sieben Teams sind in den Kurzportraits unten aufgeführt. 

Der vom Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbands (SBV) vergebene Preis ging gar an zwei Teams. Neben «CléA» erhielt auch das Team von «Point and See» den Sonderpreis. Nach der Siegerehrung gab es noch reichlich Gelegenheit zum Networking.

Bereits im Frühling plant Samsung die zweite Durchführung der Corporate-Citizenship-Initiative «Solve for Tomorrow» in der Schweiz. Entsprechende Informationen folgen zu gegebener Zeit. Impressionen von der Pitch Night finden sich hier.

 

Kurzportraits der sieben Teams

CléA

Mit der CléA Assistenzplattform wird ein digitaler, barrierefreier Helfer für Menschen mit Behinderungen und Assistenzbedarf geschaffen, der diese mit geeigneten Jobsuchenden zusammenführt. Die einzelnen Tools der CléA Assistenzplattform – Jobplattform, Planung, Zeitabrechnung und das Abrechnungstool – ermöglichen es, das Assistenzteam administrativ zu verwalten und den Assistenzbeitrag direkt mit der kantonalen IV-Stelle abzurechnen. (clea.app)

FearlesShero

FearlesShero ist eine Community und ein Begleitprogramm für Frauen, das Purpose, Passion, Power und Perspektive in die Arbeitswelt zurückbringt. Es ist für die Superheldinnen von morgen, die heute schon den Status Quo hinterfragen und nach Inspiration, Klarheit, Unterstützung und konkreten Möglichkeiten suchen, um unternehmerisch zu handeln und sich erfolgreich mit sozialen und ökologischen Lösungen auseinanderzusetzen und damit zu einer neuen zukunftsfähigeren Welt beizutragen.

FriendUp

Gelegentlich einsam, so wie ein Drittel aller Menschen in der Schweiz? 150 Freunde, die Dunbar-Zahl, aber keine ‘engen Vertrauten’? Neu in der Stadt und das soziale Netz weit weg? FriendUp bringt dank künstlicher Intelligenz ‘passende’ Menschen zusammen und unterstützt spielerisch beim Aufbau und der Pflege von Freundschaften. FriendUp nutzt psychometrische Verfahren, einen einzigartigen ‘Matching’-Algorithmus, und geht als erste KI-gestützte FRM (Friend Relationship Management)-Lösung 2020 live. (friendup.ch)

Lightwave

Lightwave ist eine Informations- und Kommunikationsplattform von nachhaltigen Organisationen und Menschen aus Zürich. Auf Lightwave.ch findet sich eine Karte mit 1500 Organisationen sortiert nach den Nachhaltigkeitszielen der UN. Die Plattform regt zu Diskursen und zur Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse an. Lightwave lädt ein, sich mit einem Stimmrecht auf das dezentrale Konto (DLT-Technologie) zu beteiligen, um eine kinderfreundliche Zukunft mitzugestalten. (lightwave.ch)

Linq

Die Linq App ist ein digitaler Kommunikationscoach. Durch angeleitete Übungen werden Fähigkeiten in den Bereichen Empathie, aktives Zuhören und Konfliktlösung trainiert. Der Fokus liegt dabei auf "learning by doing" mit vielen Übungen und Challenges, die direkt im Alltag ausprobiert werden können. Die Lernapp soll einen Beitrag zu unserer Vision leisten hinzu einer inklusiven Gesellschaft mit wertschätzenden zwischenmenschlichen Beziehungen. 

Mobility4all

Ein selbstbestimmtes Leben macht glücklich. Menschen mit Beeinträchtigung sind in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. mobility4all gibt Menschen mit und ohne Einschränkung Zugang zu innovativen Mobilitätslösungen. Diese helfen dabei, die eigene Beeinträchtigung zu überwinden. Mit passenden Hilfsmitteln und Elektro-Power erweitert sich der Aktionsradius und die selbstbestimmte Freiheit. Dank einer Sharing-Lösung wird nur der effektive Gebrauch bezahlt; ganz im Sinne der Sharing Economy.

Point and See

Eine der grössten Hürden für blinde und sehbehinderte Menschen im Alltag ist die Bedienung von Geräten mit Touchscreens. Wir entwickeln eine App, die den relevanten Text auf Touchscreens vorliest. Smartphones haben sehr gute Voice-Over-Technologie und werden von den meisten blinden und sehbehinderten Menschen täglich benutzt. Der User zeigt mit der Handykamera beispielsweise auf den Touchscreen des Ticketautomaten. Wenn der User mit dem Finger auf den Touchscreen des Ticketautomaten zeigt, liest die App den entsprechenden Text vor. (pointandsee.ch)

 

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