Nationalmannschaft bei der WM

Das Team hinter dem Team / Technik ist alles

Technik ist alles

Über Sieg oder Niederlage entscheiden Leidenschaft und Taktik.

Thomas Schneider weiß, welche Strategien aufgehen und welche Aufstellungen funktionieren – und warum. Seit 2014 entwickelt er als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft an der Seite von Joachim Löw Taktiken für die deutsche Elf. Wie sein persönliches Erfolgsrezept aussieht, verrät er uns.

Die Transformation des Co-Trainers

Die wichtigsten Etappen in der Übersicht.

Vom Ballaufpumper zur rechten Hand des Chefs: Nicht immer war der Posten des Co-Trainers mit dem heutigen Glanz belegt. Er wurde an- und wieder abgeschafft, ausgewechselt, geändert, erweitert. Wie sich die Aufstellung des Trainerteams und die Stellung des Co-Trainers im Laufe der Zeit gewandelt hat, erfahrt ihr hier.

Olympische Ringe

1936

Sepp Herberger übernahm das Training der deutschen Nationalmannschaft nach den Olympischen Spielen 1936. Er holte Emil Melcher als Co-Trainer an Bord – eine Position, die es zuvor nicht gab, und ab 1950 für mehrere Jahre auch nicht mehr geben sollte: Zum Wunder von Bern leitete er die Mannschaft wieder allein.

Pokal-Emoji

1956

1956 stellte er mit Helmut Schön seinen ersten festen Assistenten ein, der ihn 1964 beerbte. Er ist, gemessen an den gewonnenen Titeln, der erfolgreichste Bundestrainer aller Zeiten. Neben ihm arbeiteten Dettmar Cramer und Udo Lattek, die schnell das Interesse mehrerer Bundesligisten auf sich zogen und erfolgreiche Vereinstrainer wurden.

Kronen-Emoji

1978

Nach seiner Zeit als Co-Trainer erbte Jupp Derwall den Titel als Bundestrainer, wurde jedoch nach einem Vorrundenaus bei der EM 1984 in Frankreich von Franz Beckenbauer abgelöst. Der „Kaiser“ verfügte aber nicht über die vorgeschriebenen Lizenzen, weswegen er sich Holger Osieck ins Team holte – dieser hatte schon unter Derwall ein Jahr lang assistiert.

Stern-Emoji

1984

Beckenbauer brachte frischen Wind ins Trainergeschäft. Zuvor waren die Aufgaben stets klar verteilt: Der Chef-Trainer ordnete an, sein Co-Trainer führte aus. Er war allerdings souverän genug, seine Schwächen in der Taktik und Trainingsgestaltung offen zuzugeben und diese an seinen Co-Trainer zu delegieren.

Tor-Emoji

1988

Damit war er Wegbereiter für die heutigen Trainerteams: Einzelne Aufgaben werden an Experten des jeweiligen Gebiets abgegeben, während der Bundestrainer das große Ganze im Auge behielt. 1988 installierte er den BTT – den Bundes-Torwart-Trainer Sepp Maier – und beschritt auch damit neues Gebiet.

Shuffle-Emoji

1990

Nach dem WM-Triumph übergab Beckenbauer 1990 an den DFB-Juniorentrainer, Berti Vogts. Trotz des EM-Siegs 1996 standen dieser und sein Co-Trainer Rainer Bonhof jedoch stets in der Kritik. Zwei Jahre später verließen sie ihre Posten. Auch Nachfolger Erich Ribbeck und Co-Trainer Uli Stielike nahmen nach nur zwei Jahren ihre Hüte.

High Five-Emoji

2000

Es gibt nur einen Rudi Völler – und der übernahm die Mannschaft im Jahr 2000. Da ihm wie Beckenbauer die notwendige Lizenz fehlte, fiel der Titel des Bundestrainers Michael Skibbe zu; Völler wurde zum Teamchef. Dennoch zog er die Strippen, während Skibbe als seine rechte Hand agierte.

Fußball-Emoji

2004

2004 gab es erneut einen Umbruch im Trainerstab. Jürgen Klinsmann löste Rudi Völler ab und führte die Nationalmannschaft in die Neuzeit. Er sah sich eher als Manager und stellte mit Joachim Löw einen ausgewiesenen Taktik-Fachmann als Co-Trainer an seine Seite. Außerdem engagierte er mit Oliver Bierhoff den ersten Teammanager des DFB.

Stern-Emoji

2006

2006 erbte Joachim Löw schließlich das Amt des Bundestrainers. Er baute das Team auf die heutige Größe aus: Neben Thomas Schneider als Co-Trainer arbeiten mehrere Special Coaches und Scouts unermüdlich an der Seite der Spieler.

Und wie sieht die Zukunft aus?

Das Team um Jogi Löw und Thomas Schneider setzt beim Training der Nationalmannschaft immer stärker auf Technologie – und mit dem erstmaligen Einsatz des VAR zur WM 2018 hält sie auch im Stadion Einzug. Sorgen müssen sich die Trainer in der nächsten Zeit aber vermutlich nicht um ihre Jobs: Denn auch, wenn Technologie einiges erleichtert, kann sie den wichtigsten Aspekt des Trainer-Jobs nicht ersetzen: Leidenschaft für das Spiel.

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