"VR ist fast wie Teleportation."

By Chris Milk, 17.02.2016.

"VR ist fast wie Teleportation."

Chris Milk ist nicht nur ein innovativer Künstler, sondern steht auch an der Spitze der VR-Bewegung. Als echter Visionär blickt er hier in die Zukunft der virtuellen Realität.

Chris Milk ist ein renommierter bildender Künstler, der Musikvideos für U2, Arcade Fire, Beck, Jack White, Johnny Cash, Gnarls Barkley und viele mehr entwickelt hat. Besonders bekannt ist er für Projekte, in denen er künstlerische und technologische Innovationen mit dem Ziel vereint, eine neue Ästhetik erlebbar zu machen – wie mit seinen gefeierten interaktiven Installationen, zum Beispiel „Wilderness Downtown“ (mit Arcade Fire), „The Johnny Cash Project“ und „The Treachery of Sanctuary“. Seine interaktiven Installationen wurden im MoMA, der Tate Modern und weiteren Museen auf der ganzen Welt gezeigt. Zur Zeit erkundet er die Grenzen von Kunst und Technologie als CEO der VR-Unternehmen Vrse und Vrse.works.

Die virtuelle Realität ist eine revolutionäre technologische Plattform , die schon jetzt und erst recht in Zukunft verändern wird, wie wir Unterhaltung in allen ihren Formen erleben. Schon heute sehen wir, was mit diesem neuen Medium alles möglich ist: Wir können riesige Distanzen in Sekundenbruchteilen überwinden und einfach in die Haut anderer Menschen schlüpfen. Jede neue, revolutionäre Technologie, vom Mobiltelefon bis zum Notebook, durchläuft eine Entwicklung, in der ihre Möglichkeiten ausgereizt werden. Das gilt auch für die virtuelle Realität. Im Jahr 2016 werden wir erleben, was VR alles verändern wird: Information, Kommunikation, Spiele und Unterhaltung.

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Der erste Schritt ist es, faszinierende Inhalte für VR-Erlebnisse zu entwickeln. Ich glaube, dass wir uns in einer Phase befinden, in der sehr schnell sehr viel ausprobiert wird. Noch im Laufe dieses Jahres werden wir erleben können, wie man mit VR großartige Geschichten in 360° erzählen kann. Obwohl es schon viele beeindruckende VR-Erlebnisse gibt, steckt diese Kunstform noch in den Kinderschuhen. So hat es Jahrzehnte gedauert, bis sich das Kino von seinen Anfängen zum dem entwickelt hat, was wir heute kennen. Auch VR braucht neue Erzählformen und Erzähltechniken, die erst jetzt sowohl von großen Unternehmen, als auch von vielen einzelnen jungen Talenten entdeckt werden – Talente von denen wir sicher noch viel hören werden.

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Der einfachste Weg zu begeisternden VR-Inhalten ist, sich zu überlegen, was uns im wahren Leben begeistert. In vieler Hinsicht ist die virtuelle Realität fast wie Teleportation: Jeder Mensch kann sich von jedem beliebigen Ort aus sofort an andere Orte, in andere Erlebnisse und andere Geschichten versetzen. VR lässt den Abstand zwischen Menschen, Orten und Dingen auf eine Art verschwinden, die ich bis jetzt noch nicht erlebt habe. Deshalb sollte man darüber nachdenken, welche Charaktere die Zuschauer in einer Geschichte kennenlernen wollen und wie sie sich an diese Personen erinnern werden. Denn das Ziel jeder Geschichte ist es, Erinnerungen zu erschaffen. Wenn man das im Hinterkopf behält, kann man von dort aus die Geschichte entwickeln, die man erzählen möchte. Schon bald werden wir viele VR-Geschichten sehen können, die uns an ferne, fanstatische Orte entführen und auch Erlebnisse, die die Grenzen zwischen unserer Welt und der virtuellen Realität verschwimmen lassen.

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