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DVB-T2 Umstellung

Jetzt kommt die DVB-T2 HD Umstellung

By Stefan Tappert,  07.03.2017.


DVB-T2 HD kommt. Schon in wenigen Tagen, also Ende März 2017, wird umgestellt. Doch kein Grund zur Panik – das neue System verbessert Bild- und Tonqualität zum bisherigen Antennenempfang erheblich und ist in Windeseile einsatzbereit.

Und wer es noch nicht hat, könnte innerhalb von 24 Stunden startklar für ein neues TV-Vergnügen sein. Betrifft das alle deutschen Haushalte? Nein. Denn DVB-T2 HD ist genau wie sein Vorgänger zunächst vor allem in Großstädten und Ballungsräumen zuhause.


Was ist eigentlich DVB-T2 HD?

DVB-T2 HD ist der Nachfolger des Antennenfernsehens DVB-T. Es bietet nicht nur eine bessere Bildqualität, sondern auch mehr Programme. DVB-T steht für "Digital Video Broadcasting – Terrestrial", übersetzt etwa "Digitale Videoübertragung – Antennenfernsehen". Das bedeutet, das Signal kommt von den landläufig als Funkmasten, Fernsehtürme oder Funktürme bekannten Sendern, die über das ganze Land verteilt sind. Mit einer Antenne, die je nach Signalstärke auf dem Dach montiert ist oder bei besserer Signalstärke im Zimmer aufgestellt werden kann, wird das Signal empfangen.


Muss ich auf DVB-T2 HD umstellen?

Das neue System betrifft in Deutschland lange nicht jeden. Ungefähr 3,5 Millionen Haushalte schauen Fernsehen via DVB-T Standard. Alle Satelliten-, Kabel- und Onlinenutzer mit Settop-Box sind überhaupt nicht betroffen und müssen auch nichts umstellen.



Was muss ich zur DVB-T2 HD Umstellung tun?

Um ganz ehrlich zu sein, so viel ist gar nicht zu tun. Als erstes muss ich klären, ob mein Fernsehempfang tatsächlich bisher über DVB-T läuft. Wenn ja, dann sollte ich mir in den kommenden Wochen einfach noch klar werden, ob ich den Empfang via externem Receiver, also einem Zusatzgerät zum Smart TV oder einem eingebauten, quasi unsichtbaren Receiver im Smart TV, haben möchte. Wer sich für die interne Variante entscheidet, sollte kontrollieren, welcher Fernseher eigentlich zuhause steht, ob er vielleicht doch schon ausgerüstet ist und über einen DVB-T2 HD Tuner (mit HEVC) verfügt.


Mit der Infografik kann man schnell überprüfen, welche Schritte jetzt nötig sind.


So einfach ist der Wechsel  von DVB-T auf DVB-T2

Neuer Smart TV mit eingebautem DVB-T2 HD Tuner

Alle, die sich im vergangenen Jahr einen Samsung TV der K-oder J-Serie gekauft haben, sind fein raus, lehnen sich entspannt zurück und können nun auch Filme in Full-HD Qualität genießen. Denn fast alle dieser Modelle sind bereits mit einem DVB-T2 HD Tuner (mit HEVC) ausgestattet und damit bereit für den neuen Antennenempfang in HD. Alle anderen können sich natürlich noch aufmachen und den Wochenendbummel im Elektronikmarkt ausklingen lassen. Ist eh viel schöner!



Receiver, CI-Slot und Co bei der DVB-T2 HD Umstellung

Bei der externen Receiver-Variante müsste man sich nun tatsächlich auch ein neues Gerät zulegen. Das kostet aber in der normalen Ausführung zwischen 20 und 100 Euro. Und es gibt noch Anbieter wie Freenet, die für den CI-Kartenslot am Smart-TV ein CI-Modul anbieten, dass dann auch 20 HD Kanäle der privaten und 20 HD- Kanäle der öffentlich-rechtlichen Anstalten entschlüsseln kann. Der Kartenslot dient dazu, ein kreditkartengroßes Modul mit einem Freischaltcode direkt im Fernseher auslesen zu können. Das wäre dann quasi eine externe Lösung, die man nach dem Einschieben in den Fernseher nicht mehr sieht.



Welche Antenne brauche ich für DVB-T2 HD?

Wer DVB-T jetzt schon nutzt, hat derzeit das TV-Gerät mit einer Antenne im Zimmer oder mit einer Außenantenne verbunden. Die kann man weiter problemlos nutzen. Alle Neueinsteiger müssen natürlich eine neue Antenne kaufen.



Wie richte ich mein neues DVB-T2 HD Fernsehen ein?

Antenne reinstecken, beim Menüpunkt "Sendersuche" auf Antennenfernsehen stellen und fertig. Den Rest macht der Smart TV selbst. Und das Tolle ist: Es sind keine zusätzliche Set-Top-Box und weitere Fernbedienung notwendig. Das gilt für die Smart TVs, die DVB-T2 HD fähig sind. Für alle anderen Receiver gilt fast das Gleiche. Hier gibt es auch vorkonfigurierte Senderlisten, die man aber per Sendersuchlauf nochmal aktualisieren kann. Steht dort ebenfalls im ersten Untermenü. Die CI-Slot-Lösung wiederum öffnet auf dem Smart TV ein eigenes Fenster, in dem man durch das Menü geführt wird. Die Sender sind dort aber schon vorkonfiguriert.


Die öffentlich-rechtlichen Sender (ARD, ZDF und Co.) werden weiterhin frei empfangbar sein. Für die privaten Sender (RTL, ProSieben und Co.) kommen monatliche Kosten auf den User zu. Dafür muss man einen gesonderten Vertrag schließen und zahlt zirka 70 Euro im Jahr. Dann kann der User aber alle Sender in Full HD-Qualität genießen.


Wie erkenne ich die neue DVB-T2 HD Technik im Laden?

Ganz einfach! Die Hersteller werben im Laden mit dem grünen Zertifizierungslogo für den neuen Standard.


Dieses neue Logo gibt den Kunden die Sicherheit, dass das Gerät mit dem neuen Standard kompatibel ist.

Das grüne Zertifizierungslogo für DVB-T2.

Warum brauche ich DVB-T2 HD?

Beim ersten Kontakt mit DVB-T2 HD dachte ich auch, es würde sich nichts Wichtiges ändern. Aber weit gefehlt. Es ändert sich tatsächlich eine Menge.

Zum einen ist natürlich das verrauschte Bild endlich Geschichte, die Freunde des schönen Bildes werden einen Luftsprung im Sessel machen. Zum anderen werden einfach mal mehr Sender angeboten, Tendenz steigend. Und das mit einer klitzekleinen Antenne.



Kann ich DVB-T2 HD auch mit dem Computer empfangen?

Die Antwort darauf ist ganz klar: "Ja, das geht." Dafür brauche ich immer weitere Adapter und Antennen. Da der in Deutschland verwendete DVB-T2 Standard noch recht neu ist, kommen die ersten Adapter für den PC eher langsam auf den Markt. Diese werden mit USB an den PC angeschlossen werden und liegen preislich zwischen 40 bis 80 Euro. Neben dem USB-Stick benötigt man noch die obligatorische Antenne, die mit dem Stick verbunden wird. Aber beim PC muss man derzeit leider noch genau hinschauen, denn all diese Lösungen sind bisher ausschließlich für die freien Sender der Öffentlich-Rechtlichen konzipiert. Privatfernsehen – Fehlanzeige.


Deswegen bleibt auch hier das Fazit – nichts geht über einen richtigen Smart TV.






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