Interview mit The Frame Designer Yves Behar: “Das Erlebnis steht im Vordergrund“

November 04, 2017

Interview mit The Frame Designer Yves Behar: “Das Erlebnis steht im Vordergrund“

The Frame TV fügt sich als Kunstobjekt nahtlos in jeden Raum ein und liegt mit diesem neuen Designkonzept voll am Puls der Zeit. Im Gespräch mit The Frame Designer Yves Behar.

Fernseher, Soundbar und Kühlschränke – ihre Funktionen erleichtern unseren Alltag, während sie gleichzeitig immer schöner werden. Denn der Trend zeigt, immer mehr Konsumenten achten nicht nur auf Funktion, sondern auch auf Design. The Frame TV ist das beste Beispiel dafür. Denn dieser Fernseher will auch im ausgeschalteten Zustand optisch überzeugen und zeigt erlesene Kunstwerke in einem völlig neuen Rahmen. Samsung traf The Frame Designer Yves Behar zum Interview.

Frage: Wie verlief die Zusammenarbeit mit Samsung bei der Entwicklung des The Frame TVs?

Yves Behar: Samsung und mein Team von Fuseproject arbeiten bereits seit fast einem Jahrzehnt zusammen. Wir versuchen gemeinsam neue Wege zu finden, um Fernseher in den Alltag zu integrieren. Deswegen haben wir uns zu Beginn von The Frame die Frage gestellt, wie kann man einen Fernseher so gestalten, dass er in jeden Raum passt? Wir haben den Fernseher nicht nur als gewöhnlichen Gebrauchsgegenstand betrachtet, sondern seine Nutzungsmöglichkeiten erweitert. So entstand die Idee, dass wir uns von der "Schwarzen Kiste" verabschieden und durch ein ansprechendes Kunstwerk ersetzen.

Sie sind dafür bekannt, dass Sie gerne mit neuen Konzepten, Materialien und Technologien experimentieren. Was treibt Ihre Designideen an?

Yves Behar : Es war schon immer mein Ziel, mit Design das Leben leichter zu machen. Dafür muss man die Verhaltensweisen und Bedürfnisse der Menschen kennen. Ich versuche Gewohnheiten und Objekte zusammenzubringen und dadurch neue Alltagserlebnisse zu schaffen.

Was inspirierte Sie zum The Frame Design?

Yves Behar: Im Zentrum des The Frame TVs steht das Erlebnis, das der Fernseher selbst vermittelt. Denn der User kann aus einer großen Auswahl unterschiedlicher Kunstwerke wählen, die automatisch wiedergegeben und zur besseren Sichtbarkeit je nach Umgebungslicht heller oder dunkler dargestellt werden. Auf dieser Grundlage haben Samsung und mein Team jedes Element des Fernsehers konzipiert – von der Hardware bis zur Kunstplattform. Die Benutzeroberfläche zum Beispiel soll einen digitalen Kunstraum nachstellen. Deswegen haben wir diesen Bereich besonders einfach und übersichtlich gestaltet – ganz so wie eine Kunstgalerie. Die Kunst selbst steht hier im Mittelpunkt.

Können Sie sich an besondere Momente in der Zusammenarbeit mit Samsung erinnern, die für Sie richtungsweisend oder denkwürdig waren?

Yves Behar: Einer der aufregendsten Momente war sicherlich, die Präsentation unseres ersten The Frame Prototypen, den wir in San Francisco gebaut haben. Wir demonstrierten seinen Helligkeitssensor, mit dem das Hintergrundlicht automatisch angepasst werden konnte und seinen Bewegungssensor, der erkennt, ob sich eine Person im Raum befindet und sich je nachdem automatisch abschaltet oder aktiv bleibt.

Die Integration dieser Sensoren stellte eine große technische Herausforderung dar. Doch die Sensoren waren entscheidend, um dieses Erlebnis realisieren zu können. Diese Idee war schließlich völlig neu! Es war sehr aufregend, diese neue Funktion vorzustellen und die Begeisterung und Überzeugung, die mich selbst antrieb, wurde von allen Teams geteilt.

Samsung The Frame TV Designer Yves Behar

Was war für Sie persönlich das tollste Ergebnis dieser Zusammenarbeit?

Yves Behar: Unser Entwicklungsprozess wurde von Anfang an durch Teamarbeit bestimmt. Ich glaube nicht, dass wir auch nur annähernd so weit gekommen wären, ohne der engen Zusammenarbeit mit Samsung. Die Tatsache, dass wir wirklich jedes Detail von The Frame, von den Sensoren bis hin zum magnetischen, austauschbaren Rahmen, so reibungslos in die Tat umsetzen konnten, war bereits ein Erfolg an sich.

Doch für mich ist der The Frame Art Store schon ein ganz besonderes Feature. Er zeigt Malereien und Fotografien von weltberühmten Galerien und Partnern, wie der Albertina, LUMAS, Magnus Photos, Saatchi Art und Sedition. Als Kunstplattform bietet er direkten Zugang zu hunderten Kunstwerken, die stilvoll und außergewöhnlich originalgetreu wiedergegeben werden.

Welche Rolle spielt der Fernseher in Ihrem Leben?

Yves Behar: Ich würde mich selbst als relativ typischen TV-Konsumenten bezeichnen. Es gibt einige Programme, die ich mir sehr gerne ansehe, aber den Großteil des Tages bleibt der Fernseher abgeschaltet. Deswegen habe ich sogar damals ein Möbelstück entwickelt, mit dem ich den Fernseher verstecken konnte, wenn er nicht im Einsatz war.

Was glauben Sie, wird uns in Zukunft im TV-Bereich erwarten?

Yves Behar: Abgesehen von der Tatsache, dass technische Geräte immer diskreter werden, behält der Fernseher weiterhin eine wichtige Rolle in unserem modernen Leben. Designer und Hersteller wie Samsung beschreiten neue Wege, um Fernseher in diesem neuen Zuhause zu integrieren, indem sie sich Fragen stellen, die sich sonst niemand stellt.

Es ist wichtig, Fernseher aus der Perspektive des Erlebens und nicht nur aus der technologischen Perspektive zu entwickeln. Anpassungsfähige Technologien geben uns die Möglichkeit, Produkte zu kreieren, die persönlicher und unauffälliger sind. The Frame ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Doch der Abschied vom "Schwarzen Kasten" ist erst der Anfang.

Was erwarten Sie sich von The Frame?

Yves Behar: Ich hoffe, Konsumenten werden die neue Kunst im Alltag spüren und schätzen. Ich hoffe, sie können diese neue Quelle der Inspiration genießen, die mit erstklassigen Kunstwerken unsere Wohnräumlichkeiten verschönern. Denn das ist, um was es bei The Frame eigentlich geht: Das Erlebnis steht im Vordergrund.

Erfahren Sie mehr über Design, Funktionen und Inhalte des Samsung The Frame TVs!

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