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Die ursprünglichen Märchen
hinter den Disney-Klassikern

Die Volkserzählungen hinter unseren vier Lieblingsklassikern von Disney

Eine Familie, die im Wohnzimmer auf dem Sofa sitzt und sich einen Disney-Zeichentrickklassiker ansieht. Eine Familie, die im Wohnzimmer auf dem Sofa sitzt und sich einen Disney-Zeichentrickklassiker ansieht.

Schon von Kindesbeinen an zieht die bezaubernde Welt von Disney uns alle in ihren Bann. Egal wie oft wir die Klassiker bereits gesehen haben, wir werden einfach nie zu alt dafür. Doch hinter den Disney-Klassikern steckt noch viel mehr als eine romantische Geschichte mit Happy End. Seit langer Zeit schon dienen Volkserzählungen als Inspiration für Geschichten – viele filmische Meisterwerke beruhen auf Märchen, die mehrere hundert Jahre alt sind. Da du nun Disney+ offiziell auf deinem Samsung Smart TV streamen kannst, lass deinem Disney-Herz freien Lauf und begib dich auf eine Entdeckungsreise zurück in deine Kindheit und durch durch die Welt der klassischen Folklore.

Woher kommen Märchen?

Originalmärchen sind Teil einer Vielzahl an mündlichen Überlieferungen. Viele davon spielen in Fantasiewelten und handeln von archetypischen Charakteren wie Prinzessinnen als Beute, mutigen Helden und gefährlichen Bösewichten. Auf der Suche nach Liebe oder der Rettung des gesamten Königreichs machen die Charaktere Bekanntschaft mit verschiedenen Kreaturen wie Fabelwesen, zauberhaften Helfern und magischen Bösewichten.


Die Gebrüder Grimm waren die ersten, die eine Sammlung deutscher Märchen in ihrem Erzählband von 1812 auf Papier festhielten. Diese Kurzgeschichten, die eine moralische Botschaft vermitteln sollten, waren oft düster, um Kinder zu gutem Benehmen zu ermahnen. Disney hat diese Ideen überarbeitet, um ein familienfreundliches Unterhaltungserlebnis zu gewährleisten.

Die böse Königin aus „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ – einem Zeichentrickklassiker aus Disneys prägender Zeit. Die böse Königin aus „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ – einem Zeichentrickklassiker aus Disneys prägender Zeit.

Die grausame Königin aus Schneewittchen und die sieben Zwerge

Besonders prägnant an Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) – produziert während Disneys prägender Zeit – ist der Kontrast zwischen Romanze und Momenten der Düsterheit. Disney entschärfte die furchteinflößenden Details des Originals der Gebrüder Grimm, in dem die Königin noch weitaus teuflischer dargestellt wird.

Da Schneewittchens Mutter bei der Geburt stirbt, wird die böse Königin zu ihrer Stiefmutter. Die Königin besitzt einen Zauberspiegel, der Schneewittchen immer und immer wieder als „die Schönste im ganzen Land“ bezeichnet – eine Tatsache, die die Königin wahnsinnig vor Neid macht. Im Original versucht sie dreimal, ihre Stieftochter umzubringen: mit einem tödlichen Korsett, einem giftigen Kamm und schließlich erfolgreich mit einem vergifteten Apfel.

In der Version der Gebrüder Grimm besteht der Prinz darauf, Schneewittchens Leiche fortzubringen. Als die Zwerge ihren Sarg tragen, stolpert einer von ihnen und Schneewittchen stürzt aus ihrer Ruhestätte. Sie spuckt den Apfel aus und erwacht ohne Kuss aus ihrem Schlaf.

Im Originalmärchen besucht die Königin die Hochzeit von Schneewittchen und dem Prinzen, wo sie zur Strafe in glühenden Schuhen tanzen muss, bis sie tot umfällt. Am Ende des Disney-Films hingegen stürzt sie von einer Klippe und Schneewittchen lebt glücklich mit ihrem Prinzen zusammen.

Die Hauptcharaktere – Belle und das Biest aus Disneys Zeichentrickklassiker „Die Schöne und das Biest“ – halten einander an den Händen und sehen sich an. Die Hauptcharaktere – Belle und das Biest aus Disneys Zeichentrickklassiker „Die Schöne und das Biest“ – halten einander an den Händen und sehen sich an.

Eheliche Themen in Die Schöne und das Biest

Mit dem französischen Märchen La Belle et la Bête wurden im 18. Jahrhundert die ehelichen Rechte von Frauen thematisiert. Popularisiert wurde die Geschichte 1756 von Madame Leprince de Beaumont, bevor Disney daraus einen der erfolgreichsten Zeichentrickfilme aller Zeiten machte.

Im Original ist es die Rose, die Belle in Schwierigkeiten bringt. Sie bittet ihren Vater darum, ihr eine Rose von seiner Geschäftsreise mitzubringen. Jedoch kommt er vom Weg ab und stößt dabei versehentlich auf das verzauberte Schloss des Biests. Auf seinem Weg nach draußen versucht er, für seine geliebte Tochter eine Rose aus dem Garten zu stehlen, was das Biest in rasende Wut versetzt.

Das Biest willigt ein, ihn mit dem Leben davonkommen zu lassen, wenn er ihm dafür eine seiner Töchter überlässt. Belle, die wegen ihrer Bitte um die Rose von Schuldgefühlen geplagt wird, bietet sich freiwillig an. Im Märchen sind nicht Gaston und LeFou die Bösewichte, sondern Belles Schwestern. Diese sind eifersüchtig auf Belle und könnten sich nicht mehr über ihre Gefangenschaft freuen.

Lumiere, Von Unruh und Madame Pottine gehören zu den einprägsamsten Charakteren in Disneys Die Schöne und das Biest (1991). Im Originalmärchen gibt es jedoch keine verzauberten Möbelstücke, die aufmunternde Lieder für Belle singen. Stattdessen erlebt Belle absolute Isolation – symbolisch für die gefängnisartigen Ehen des 18. Jahrhunderts.

Momentaufnahme aus „Cinderella“ – einem Zeichentrickklassiker aus Disneys silbernem Zeitalter. Momentaufnahme aus „Cinderella“ – einem Zeichentrickklassiker aus Disneys silbernem Zeitalter.

Düstere Szenen, die in „Cinderella“ ausgelassen wurden

Cinderella (1950) ist einer der bekanntesten Filme aus Disneys silbernem Zeitalter. Es gibt viele Varianten dieses klassischen Märchens, doch Disney hat sich dafür entschieden, den Film auf Charles Perraults bezaubernder Interpretation von 1697 zu basieren, in der der Kürbis, die gute Fee und die Glasschuhe als magische Motive dienen.

In der schauerlichen Version der Gebrüder Grimm stirbt Cinderellas Vater nicht. Er heiratet eine boshafte Frau und tut nichts, um seine neue Gattin davon abzuhalten, seine Tochter zu tyrannisieren. Anstelle einer guten Fee kommt Cinderella ein magischer Baum zur Hilfe, den sie auf dem Grab ihrer Mutter gepflanzt hat. Der Baum hilft ihr dabei, auf den Ball des Prinzen zu gelangen, sodass er sich in sie verliebt und mit ihrem verlorenen Schuh nach ihr suchen lässt.

In früheren Interpretationen kennt die Brutalität der bösen Stiefschwestern keine Grenzen. Sie verstümmeln ihre eigenen Füße, um in Cinderellas Schuh zu passen und den Prinzen zu heiraten. Als der Hinterhalt auffliegt, stürzen sich Tauben auf sie und hacken ihnen die Augen aus.

Arielle aus Disneys Zeichentrickklassiker „Die kleine Meerjungfrau“. Arielle aus Disneys Zeichentrickklassiker „Die kleine Meerjungfrau“.

Das unglückliche Ende der kleinen Meerjungfrau

Die kleine Meerjungfrau (1989) läutete Disneys großartige Renaissance der Filmkunst ein. Angesichts des Unterwasservergnügens dieses Disney-Klassikers wirkt das Originalmärchen von Hans Christian Andersen regelrecht deprimierend.

In der Disney-Version verliebt sich die Meerjungfrau Arielle in den Menschen Erik und geht einen Pakt mit der Meereshexe Ursula ein: Im Tausch gegen ihre Stimme wird sie von Ursula in einen Menschen verwandelt. Die Geschichte endet damit, dass Arielle die böse Meereshexe besiegt, ihre Stimme zurückerhält und den Prinzen heiraten darf.

Andersens Geschichte hingegen endet wirklich tragisch, denn die kleine Meerjungfrau muss den Prinzen dazu bringen, sich in sie zu verlieben - er entscheidet sich aber für eine andere. Um wieder zur Meerjungfrau zu werden und leben zu können, müsste sie den Prinzen umbringen. Stattdessen entschließt sie sich dazu, sich selbst zu opfern: sie stürzt sich ins Meer und wird zu Gischt.


Wir sind froh, dass Disney sich für ein Happy End für Arielle entschieden hat!

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