Making-of VR The Future

By Samsung, 04.01.2016.

Making-of VR The Future

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der deutschen Einheit zeigten wir den Deutschen ihr Land mal von einer ganz anderen Seite: in einer Reise quer durch die Republik zu herausragenden Orten und spektakulären Perspektiven – und das alles in virtueller Realität. Hier werfen wir nun einen Blick hinter die Kulissen der bislang größten VR-Aktion Deutschlands und verraten, wie aus unserem Land ein echtes VR-Erlebnis wurde.

Auf 2.900 Höhenmetern über den Gipfelgrat der Zugspitze schreiten. Im Kielwasser der Queen Mary 2 in den Hamburger Hafen einlaufen. Wie ein Vogel majestätisch über Schloss Neuschwanstein schweben. Oder auf einem Seil inmitten der Skyline Frankfurts balancieren. Dies sind nur einige der insgesamt elf Orte und Erlebnisse der virtuellen Reise, auf die Samsung im Oktober 2015 alle Besitzer einer Samsung Gear VR sowie 25.000 Besteller der eigens produzierten und kostenlos verteilten "Zukunftsbrille" aus stabilem Pappkarton schickte. Doch was war nötig, um die aufwendige und in dieser Form und in diesem Umfang in Deutschland einmalige Aktion Realität werden zu lassen?

Für VR das Filmen neu lernen.

Die Entwicklung von VR THE FUTURE gestaltete sich für die Macher mindestens so aufregend, wie das erste Mal, wenn man mit einer Gear VR in virtuelle Welten eintaucht. Das begann schon bei den Dreharbeiten und der innovativen, noch weitestgehend unerprobten Kameratechnik. Im Unterschied zu einer herkömmlichen Filmkamera verfügt ein sogenanntes VR-Rig über bis zu sechs Einzelkameras oder weitwinkelige Objektive, die in jeweils unterschiedliche Richtungen ausgerichtet sind und synchron auslösen müssen. Dabei entsteht ein Panoramabild, das ein komplettes, sphärisches 360°-Blickfeld einfängt. Ganz im Gegensatz zu traditionellen Dreharbeiten, bei denen es immer ein "Vor" und ein "Hinter" der Kamera gibt. Wahrlich keine leichte Aufgabe für die Filmteams, die komplett auf technische Hilfsmittel wie Scheinwerfer verzichten und die VR-Kamera aus der Ferne auslösen mussten, damit weder Technik noch Crew im Bild zu sehen sind und das "Eintauchen" in die virtuelle Realität stören. Besonderes Kopfzerbrechen bereiten in dieser Hinsicht die verschneite Zugspitze, die mit ihren Felsvorsprüngen, steilen Hängen und engen Pfaden praktisch keine "Deckung" bot, oder geschlossene Räume mit wenig Tageslicht wie die Frauenkirche in Dresden und Deutschlands größte Tropfsteinhöhle.
Wiederum ganz eigene Herausforderungen stellten all jene dynamischen Filmaufnahmen dar, in denen die Zuschauer einen Ort aus der Perspektive eines Extremsportlers erleben konnten. Dazu wurde das "Mount" (das Gerüst, das die Kameras zusammenhält) an einem eigens konstruierten Helm befestigt, den der Extremsportler tragen musste – so wie bei dem Balanceakt auf einer Slackline in fast 200 Meter Höhe inmitten der Frankfurter Skyline.

Waren die Aufnahmen vor Ort erst einmal "im Kasten", begann jedoch erst die eigentliche Arbeit. Fallen schon bei normalen Aufnahmen mit 4K, zum Beispiel mit einer Samsung NX1 oder dem Samsung Galaxy S6 edge große Datenmengen an, so hatten es die VR-Cutter hier mit insgesamt sechsmal 2K bzw. 12K zu tun, die sie mittels einer neuartigen Stitching-Software jeweils zu einem großen sphärischen Bild in der Größe von 4000 x 4000 Pixeln bei 30 Bildern pro Sekunde verarbeiten mussten. Dabei werden die Bildkanten der Aufnahmen "gestitcht", das heißt miteinander "vernäht" und Bildüberschneidungen, auch Parallaxen genannt, herausgeschnitten. Dies geschieht zum Teil automatisch, erfordert aber dennoch umfangreiche manuelle Nachbearbeitungen, um den Eindruck eines einzigen, nahtlosen 360°-Rundumblicks entstehen zu lassen. Denn dieser ist die Grundlage dafür, dass man sich mit der Kombination aus Videoplayer-App, leistungsfähigem Samsung Smartphone und der VR-Brille genauso bewegen kann, als wäre man selbst am Schauplatz. So können die Zuschauer beim Abspielen der Filme beispielsweise mit einer einfachen Kopfbewegung beim Paragliding übers Moseltal auf den im herbstlichen Sonnenlicht glitzernden Flusslauf schauen – dank der in die Smartphones integrierten Gyroskopsensoren.

Echter Körpereinsatz für virtuelle Realität.

Neben den großen technischen Herausforderungen waren es jedoch vor allem auch die ungesehenen und manchmal geradezu atemberaubenden Perspektiven der Schauplätze, die VR THE FUTURE zu einer außergewöhnlichen Aktion machten. Diese wiederum wären ohne den Einsatz von echten Profis nur schwer möglich gewesen.

So ist einer der waghalsigsten Stunts, die für VR THE FUTURE realisiert wurden, zweifelsohne das Slacklining in 200 Meter Höhe zwischen zwei Flügeln des Tower 185 vor der Frankfurter Skyline. Der Mann auf dem Seil, dessen Perspektive der Zuschauer dabei einnimmt, ist Reinhard Kleindl. Kleindl zählt zu den besten Top-Athleten des Slacklinings weltweit und balancierte bereits über das Yosemite Valley oder über den Dschungel von Borneo. Er war sofort von der Idee begeistert, zum Jubiläum der deutschen Einheit seinen Teil zur Aktion beizutragen.

Florian Wagner und Albrecht Klammer sind hingegen Namen, die besonders den Highspeed-Fans ein Begriff sein dürften: Beide sind regelmäßig auf den Podesten bei Rennbob-Meisterschaften anzutreffen und gelten als vielversprechende Jung-Piloten, die Samsung für VR THE FUTURE mit in ihre Rennsaison-Vorbereitung nahmen. Wie stark die Fliehkräfte auf die Fahrer in einem Olympia-Bob wirken, konnte das VR-Team erleben, als sich während einer Fahrt bei über 100 Stundenkilometern das Kamerasystem trotz stärkster Sicherung vom Bob löste und in der vereisten Rennbahn zerschellte. Zum Glück wurde der Dreh aber dank Ersatzkamerasystem trotzdem noch ein voller Erfolg.

Glücklicherweise blieb dies der einzige Unfall, der sich während der Dreharbeiten ereignete, sodass der Paraglide-Flug über das Moseltal mit dem Gleitschirm-Experten Roland Rudolf, das Kite-Surfing in Wiek auf Rügen mit Top-Kiter Konstantin Tuludis oder auch die Neuschnee-Klettertour auf die Zugspitze mit dem Bergprofi Günter Durner ein Nervenkitzel ohne Zwischenfälle blieben.

In der Hauptrolle: Deutschland

Letztendlich heißt der eigentliche Hauptdarsteller jedoch: Deutschland. Von den wunderschönen Naturschauplätzen im Norden und Süden über die geheimnisvollen Tropfstein-Landschaften der Atta-Höhle, dem urbanen Flair von Hamburg, Berlin und Frankfurt bis hin zu den architektonischen Highlights Frauenkirche in Dresden und Schloss Neuschwanstein: Es ist die Vielfalt und Einzigartigkeit unseres vereinten Landes, die immer aufs Neue fasziniert. Und wer weiß, vielleicht inspiriert VR THE FUTURE auch den ein oder anderen Zuschauer dazu, Deutschland mit anderen Augen zu sehen und neue Chancen und Möglichkeiten zu entdecken. Denn die Zukunft ist immer noch das größte Geschenk.

360° VR in Dresden: Rundflug in der Kirchenkuppel
360° VR auf der Zugspitze: Dreharbeiten auf Eis
360° VR in Frankfurt: Höhenrausch dank Helmkamera
360° VR in der Attahöhle: Aufstieg unter Tage
360° VR im Hamburger Hafen: ganz besondere Gallionsfigur
360° VR Gleitschirmflug: Preflight-Check vor dem Abheben

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