Mikrowellen sind nicht schädlich

By Stefan Tappert, 29.08.2016.

Mikrowellen Strahlung ist nicht schädlich

Richtige Antworten im Internet zu finden, kostet Zeit und Aufwand. Das liegt daran, dass jeder alles verbreiten kann. Im Grunde genommen ist das ja toll, weil ich dann eben auch alles finde, was es auf der Welt so gibt. Auf der anderen Seite hat man es eben auch mit sehr seltsame Behauptungen zu tun. Eine, die in Foren, auf facebook und in Blogs immer wieder heiß diskutiert wird, ist: "Mikrowellen seien angeblich ungesund, würden den Nährwert von Lebensmitteln zerstören und sowieso Krebs erregen!".

Halbwissen und Mythen im Netz

Gerade im Internet werden dann gerne vermeintliche Studien aus dem Ausland zitiert und auf Forschungsergebnisse verwiesen, die gerichtlich unter Verschluss gehalten würden. Sucht man ein bisschen näher oder unterhält sich mit Journalisten, die nach diesen Unterlagen gesucht haben, findet man aber nichts. Schon gar nichts, was einer wissenschaftlichen Untersuchung standhält. Manche der Überzeugten brauchen nicht mal Argumente. Ihnen reicht der Umstand, dass Mikrowellen an sich Strahlung ist, um zu "wissen", dass das schädlich sein muss.

Was sind eigentlich Mikrowellen?

Mikrowellen sind elektromagnetische Strahlen – genau wie Radiowellen oder das sichtbare Licht, das uns umgibt. Diese Strahlen haben alle ein Wellenmuster und folgen einer Regel: Je länger die Welle, um so weniger Energie wird transportiert. Mikrowellen liegen da irgendwo im mittleren Bereich. Sie haben genug Energie, um Wassermoleküle in Schwingung zu versetzen. Und genau das tun sie auch: Sie bringen Wasser in Schwingung und eine Folge von Bewegungsenergie ist Wärme. Das heißt, Mikrowellen erhitzen Wasser und sonst eigentlich nichts. Das ist praktisch, wenn sich das Wasser gebunden in einer Soße, einer Wurst oder gar in Mais befindet. Das erhitzt den Rest nämlich gleich mit und ermöglicht dann sogar Popcorn.

Wir klären auf: Mikrowellen sind nicht ungesund oder schädlich.

Sind Mikrowellen gefährlich?

Na ja – der menschliche Körper besteht überwiegend aus Wasser und so möchte man keine gefährliche Strahlung an sich heran kommen lassen. Aber genau deswegen sind Mikrowellen-Geräte eben auch gut abgeschirmt. Die sind sogar so gut abgeschirmt, dass die wenige Strahlung, die austritt, komplett harmlos ist.
Immer wieder durchgeführte Tests des Bundesamtes für Strahlenschutz garantieren das ziemlich flächendeckend. Laut BfS wurde noch nie ein Gerät gefunden, das erhöhte Strahlenwerte abgab. Am "gefährlichsten" ist die Stelle direkt vor dem Mikrowellen-Gerät und auch da ist die Strahlung so gering, dass Experten des Forschungszentrums für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit der Uniklinik Aachen Entwarnung geben. Zu genau den gleichen Ergebnissen kommen die Tester von Stiftung Warentest übrigens auch. In der neuesten Ausgabe von Test wurden 17 Mikrowellen auf Herz und Nieren geprüft und für sicher befunden.

Zerstören Mikrowellen die Lebensmittel?

Ein beliebtes Argument ist, dass Mikrowellen Eiweiß schädigen und es denaturieren. Das stimmt. Denn jede Form von Hitze denaturiert Eiweiß. Das will man auch. Gebe ich Hackfleisch in eine Pfanne und brate es an, wird es braun. Dann ist es denaturiert. Koche ich ein Hühnerei, stockt es und wird fest. Dann ist es denaturiert. Das heißt aber nicht, dass das Eiweiß danach "kaputt" ist. Es hat nur einfach seine Struktur geändert. Das, was das Eiweiß ausmacht – die Aminosäuren – bleibt unverändert erhalten. Das ist in der Mikrowelle nicht anders.

Es gibt auch die Behauptung, in der Mikrowelle würden Vitamine zerstört. Hier gilt ebenfalls: Das stimmt – trifft aber auch auf das Erhitzen im Topf zu. Allerdings wird in der Mikrowelle weniger Wasser verwendet, um Gemüse zu kochen. Das heißt, weniger wasserlösliche Vitamine entweichen.

Die Mikrowellen Strahlung zerstört auch keine Vitamine.

Alles in allem unterscheidet sich Nahrung, die in der Mikrowelle erhitzt wurde, nicht von der, die im Topf gekocht wurde. Dazu gibt es Dutzende von wissenschaftlichen Studien – unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Ökotrophologie-Abteilung der Universität Gießen.


Ein Argument für die Mikrowelle ist ihre Energie-Bilanz. Kochen mit der Mikrowelle verbraucht weniger Strom und weniger Wasser als konventionelles Erhitzen. Auch beim Auftauen spielt die Mikrowelle ihre Stärke aus und selbst Kombi-Geräte sind sparsamer als der Ofen. Mit der Heißluft Mikrowelle kann ich zudem noch Backen, grillen und fettfrei frittieren. Mit einem Knopfdruck, denn das Gerät hat all diese Funktionen und noch mehr bereits in Programmen vorbelegt. Die vielen überzeugenden Automatikprogramme haben die Tester von Stiftung Warentest übrigens besonders hervorgehoben. Am besten hat den Redakteuren übrigens die Grillfunktion gefallen, denn sie erklärten das in der Samsung Mikrowelle gerillte Hühnchen zum appetlichsten.

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