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Soundmythen der Filmgeschichte – Jay und Arya auf Forschungstour im Samsung Audio Lab

Fliegende Gitarristen, Ohnmacht durch das Kreischen magischer Pflanzen und zerspringende Gläser beim musikalischen Intermezzo – all das wird in Filmen eindrucksvoll inszeniert und macht Spaß anzuschauen. Aber geht das wirklich? Die Youtuber Jay und Arya wollten es wissen und fanden ihre Antworten bei Allan Devantier im Audio Lab von Samsung in Valencia, Kalifornien.

Eingang vom Samsung Audio Lab bei Sonnenschein. Über dem Eingang ist das Samsung Logo angebracht, sowie die Bezeichnung „Samsung Research America

Es gibt einige erzählerische Elemente und Sachverhalte in Filmen, die so häufig vorkommen, dass sich kaum einer mehr fragt, ob das überhaupt realistisch ist. So haben wir alle schon häufig gesehen, wie eine Opernsängerin durch hohes Singen ein Glas zerspringen lässt, sodass davon überzeugt sind, dass dies auch real funktioniert.

Die Filmfans und Youtuber Jay und Arya haben sich für ihr Video unter anderem diesen Filmmythos als Beispiel genommen und wollten es genauer wissen: Was kann Sound wirklich? Mit einer Reihe Filmmythen aus der Welt der Klänge im Gepäck ging es für Jay nach Valencia, Kalifornien, ins Audio Lab von Samsung während sein Youtube-Partner Arya zu Hause die Stellung hielt. Im Lab fand Jay nicht nur die technischen Möglichkeiten, diesen Filmmythen in realitätsnahen Experimenten auf den Grund zu gehen, sondern auch einen absoluten Experten auf dem Gebiet Audio: Allan Devantier, Leiter des Audio Labs beantwortete anschaulich, was Sound alles kann und was nicht und zeigte wie das Audio Lab an den Audio Lösungen von morgen arbeitet.

Die 40 Mitarbeiter des Audio Labs bringen zusammen über 400 Jahre Audio-Erfahrung mit in die Entwicklung von neuen Soundlösungen für Samsung Produkte. 22 Jahre davon verbucht alleine Allan Devantier auf sein Erfahrungskonto. Seit 2013 forscht er im Audio Lab, um das Sounderlebnis von Samsung Produkten kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Jay wird von hinten im Eingang einer Hörkammer im Audio Lab gezeigt. Über seine Schulter sind die schalldämpfenden Wände zu erkennen.

So war es für Allan Devantier ein Leichtes, Jays mitgebrachte Filmszenen auf Machbarkeit zu prüfen. Das erste Beispiel, ist die ikonische Eröffnungsszene von Robert Zemeckis‘ „Zurück in die Zukunft“. Marty McFly (Michael J. Fox) steckt seine Gitarre in einen Verstärker, dreht auf maximale Lautstärke und positioniert sich vor einem Speaker mit rund zwei Meter Durchmesser. Er schlägt einen Ton an der Gitarre an, der nicht nur den Speaker in Stücker reißt, sondern auch ihn selbst nach hinten schleudert. Aber geht das? Kann Klang Gegenstände bewegen, oder gar Menschen durch die Luft schleudern?

Experte Allan Devantier lächelt und verneint relativ schnell. Er erklärt, dass die Vorstellung von Sound als Impuls, also als physischer Schlag, ein Irrglaube sei. Klang in seiner Wellenform würde, selbst wenn die Kraft groß genug sein sollte, einen Gegenstand eher vor- und zurückwackeln lassen.

Marty McFly - Straight Port
Experiment Sound

Doch Devantier hat ein Herz für Filme und Filmfans und bietet eine alternative Lösung an. In einer Soundkammer richtet er für Jay einen Subwoofer mit Bassreflex ein, der die Aufgabe hat, eine Marty McFly-Actionfigur umzuwerfen. Und das Experiment glückt. Durch den Luftstoß aus dem Bassreflex wird die Figur umgepustet. Die wirkende Kraft ist hier aber nur die bewegte Luft. Der Sound selbst schafft es nicht die Figur zu bewegen. Die Samsung Soundbars erzeugen diese Luftstöße nicht, denn gut gestaltete Lautsprecher erzeugen ein natürliches Klangbild ohne derartige Wirbel zu produzieren.

Etwas näher an der Realität ist ausgerechnet ein Beispiel aus Harry Potter. Der Schrei der jungen Alraunen kann eine mehrstündige Ohnmacht verursachen; beim Potter-Pechvogel Neville reicht schon der bloße Anblick der fiesen Knolle. Zwar bewegen wir uns bei Harry Potter in der Welt der Magie, doch ist Sound als Waffe keine Seltenheit in Filmen. So haben wir schon 2008 beobachten können, wie Robert Downey Jr. als Iron Man von einer Soundwaffe paralysiert wurde.

Detailansicht eines Lautstärkereglers

Ob das tatsächlich geht, klärt Allan Devantier auf: Würden Sounds eingesetzt, um körperlichen Schaden hervorzurufen, würden als allererstes die Ohren leiden, erklärt er. Ehe eine Ohnmacht, oder Lähmung einsetzt, würden zuerst die Ohren irreparable Schäden erleiden. Tatsächlich gibt es Verteidigungstechnologien, die sich mit diesem Einsatz von Klang befassen. So werden beispielsweise Auto-Alarmanlagen eingesetzt, die einen so unerträglichen Klang erzeugen, dass Autodiebe in die Flucht geschlagen werden. Insofern ist dieser Film-Mythos von Sound als Waffe immerhin halb wahr.

Das letzte Beispiel, das Jay und Arya anhand des Animationsfilms Tim und Struppi vorführen, ist schon ein wahrer Filmklassiker: Die Opernsängerin und das Glas. In der Filmszene singt eine Opernsängerin immer höher bis Weingläser, Brillengläser und Vitrinen zu Bruch gehen.

Als langjähriger Audioexperte ist Allan Devantier dieser Mythos natürlich bekannt und er hat unmittelbar eine Erklärung parat: Ja, es geht! „Jedes Objekt hat eine natürliche Frequenz“, beginnt er zu erklären. „Setzt man dieses Objekt dieser Resonanzfrequenz aus, wird sie in Schwingung gebracht. Da Glas allerdings nicht sonderlich flexibel ist, zerbricht es ab einer bestimmten Belastung.“ In einer Schallkammer zeigt Devantier, wie es geht: Sie positionieren ein Glas vor einen professionellen, besonders lauten Speaker und spielen einen Ton mit passend zur Eigenfrequenz des Glases in extremer Lautstärke ab. Das Glas zerspringt. Jedes Glas kann mit seiner jeweiligen Frequenz auf die gleiche Weise in Schwingungen versetzt und zum Zerspringen gebracht werden.

Dieser Filmmythos kann also bestätigt werden, wenn auch mit Einschränkungen. Ein Glas, das irgendwo im Raum steht, wird wahrscheinlich nicht durch Gesang brechen. Und auch verschiedene Glasgegenstände werden nicht durch einen einzigen schrillen Ton zerbersten, da sie alle einen anderen Ton erfordern, um in Schwingung zu geraten.

Damit wäre auch der dritte Filmmythos, den Jay mit noch Los Angeles gebracht hat, aufgeklärt. Bei allen Experimenten wird neben der fachlichen Erkenntnis auch klar, mit welcher Freude Allan Devantier an neuen Audiolösungen arbeitet. Das Audio Lab Team versteht nicht nur die Physik und die Technik, sondern hat vor allem, Freude an Filmen und deren Sound – egal ob Mythos oder real.

So konnten in den letzten Jahren bahnbrechende Audiotechnologien wie Acoustic Beam oder Dolby Atmos und Dolby DTS:X entwickelt bzw. vorangetrieben werden. Samsung Kunden profitieren jährlich von den neusten Entwicklungen aus Kalifornien. Das aktuelle Soundbar Line-up ist beispielsweise die perfekte Ergänzung zum TV. So ergeben Soundbar und Fernseher nicht nur namentlich ein „Perfect Match“, sondern auch Design und Größe sind ideal aufeinander abgestimmt. Wir sind schon ganz gespannt, welche neuartigen Soundlösungen uns im nächsten Jahr erwarten – Eines ist dabei sicher: Allan Devantier und sein Team von Soundexperten werden daran einen großen Anteil haben.

Seitenansicht der Samsung Soundbar HW-Q90R mit Subwoofer und 2 Rücklautsprechern
Frontalansicht eines schwarzen „HW - Q90R“-Soundbar

HW - Q90R

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